[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Diplom Theorie in Textdatei Quellen/Arbeiten sammeln, im Text mit [Z…] kennzeichnen in Einleitung, mit Thema Zweifel Zweifel: Der Zweifel Zweifel nagt an mir. Was mache ich hier eigentlich? Ist das wirklich schon Kunst? Oder doch nur Künstler-Dünnschiss[Z5], impulsivem Handeln geschuldet? Was ist Kunst? Albert Camus fasst den Zweifel Zweifel von Künstlern in Der Künstler und seine Zeit[Z4] gut zusammen und trennt ihn sogleich. In früherer Zeit betraf der Zweifel Zweifel das eigene Talent. Michelangelo hat bestimmt gezweifelt. Aber nicht am Motiv, sondern daran, ob er wirklich das Genie ist, welches es schafft das Thema so umzusetzen, dass es unbestritten gut ist. Zweifel Zweifel heutiger Künstler betrifft die Notwendigkeit ihrer Kunst, also die Existenz an sich. Ben Vautier Ben Vautier hat das in den 1960er Jahren für mich gut zum Ausdruck gebracht[Z6]. Er signierte wild um sich, alles was ihm unter die Augen kam wurde zur Kunst erklärt. Nur noch die Signatur macht aus Nicht-Kunst Kunst. Wie ein gewöhnliches Pissoir, von Duchamp Marcel Duchamp Jahrzehnte davor[Z7] schon in den Stand eines Kunstwerks erhoben. Der elitärer Charakter von Kunst wird hinterfragt, ist aber daran nicht verreckt. Duchamp Marcel Duchamp hat das nicht geschafft. Vautier Ben Vautier ebenso wenig. Der Künstler feiert sich, ungebrochen[Z8]. Und weiß doch keine Antwort auf die Frage, was heute eigentlich noch Kunst von Nicht-Kunst unterscheidet. Und das nagt eben an mir. Ich will doch etwas schaffen, was Sinn hat. Wo ist die unumstößliche Aufgabe, die angegangen werden will? Professoren, Dozenten, Kunststudenten machen gerne einen weiten Bogen um diese Frage. Es geht nicht um Warum ist das eigentlich Kunst sondern um Warum ist der rote Fleck rot und der weiße Bilderrahmen weiß. Ich lebe zwischen zwei Welten. Der Kunstwelt und der Menschenwelt. Die Kunstwelt will keine Antwort geben. Die Menschenwelt aber, die hat eine. Immer. Bei Schön! fängt es an, mit Interessant! wird fortgeführt und bei Das kann ich ja auch! endet es. Ich denke, dass der Bezug zeitgenössischer Kunst zum Alltagsmenschen abhanden gekommen ist. Kein Wunder, dass die Putzkolonne bei einer Klassenpräsentation in der Hochschule den - von einem Kommilitonen zur Kunst erklärten - Papiereimer des nachts lehrte und eine frische Abfalltüte drüber stülpte[Z9]. Deshalb will ich da ansetzen, wo Kunst eigentlich ankommen sollte: bei dem Menschen. Auch dem, der keine fünf dicken Wälzer über zeitgenössische Kunst gelesen hat und bei jeder Kunstinstallation zuerst den Katalog zu Rate ziehen muss, um ihm ein Ach so ist das gemeint! zu entlocken. Mit der Frage Was ist eigentlich für dich Kunst?, einem Aufnahmegerät, heißem Kaffee und genug Deodorant mache ich mich auf den Weg. Zu Oma. Als Titel oder Einleitung für Kapitel Oma: Goldrahmen voller Düsternis lösten einander ab, steife und schwarze Sachen, im Atelier gemalte Akte vergilbten im Kellerlicht, der ganze klassische Plunder, die Geschichte, das Genre, die Lanschaft, allesamt tief in die gleiche Wagenschmiere der Konvention getaucht. oder Eine gleichförmige Mittelmäßigkeit schwitzten die Werke aus, die schlammige Dreckigkeit des Tons, die kennzeichnend war für diese Werke in der guten Haltung einer blutarmen und degenerierten Kunst. Claude mit Künstlerfreunden - allesamt Zurückgewiesene - streifen durch den amtlichen Salon[Z3]