[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Flugzei(?)g, 1971, Bleistift, Farbstifte und Kugelschreiber auf Papier, Josef Bachler
Flugzei(?)g, 1971, Bleistift, Farbstifte und Kugelschreiber auf Papier, Josef Bachler
(keine Infos gefunden), Johann Hauser
(keine Infos gefunden), Johann Hauser
Hubschrauber, 1967, Bleistift und Farbstift auf Papier, Johann Hauser
Hubschrauber, 1967, Bleistift und Farbstift auf Papier, Johann Hauser
Löwe, Franz Nebel, 1968, Kaltnadelradierung
Löwe, Franz Nebel, 1968, Kaltnadelradierung
Mann, Johann Hauser, 1973, Radierung, nach Reproduktion Bildnis eines jungen Mannes, Ambrosius Holbein, 1518
Mann, Johann Hauser, 1973, Radierung, nach Reproduktion Bildnis eines jungen Mannes, Ambrosius Holbein, 1518
Mann, Johann Hauser, 1974, Radierung, ebenfalls nach Ambrosius Holbein
Mann, Johann Hauser, 1974, Radierung, ebenfalls nach Ambrosius Holbein
Hausarbeit weiter bearbeitet, mit Änderungsvorschlägen von Hans neue Version umsetzen Seitennummer von Schubiger und Weinhart fehlen noch (in Bibliothek nachschlagen!) Standpunkt Antwort von Hans auf Frage wegen Wort Reife: Dachte ich mir schon, dass diese Stelle zum Gespräch herausfordert. Meines Erachtens ist die gesamte Veranstaltung, also Urknall und danach, völlig sinnlos. Wer versucht, darin einen Sinn zu entdecken, macht sich m.E. bloß etwas vor. Der Mensch hat allerdings ein Bedürfnis nach einem sinnvollen Dasein. (Vermutlich erhöht es die Überlebenschance des Menschengeschlechts.) Also redet er sich einen Sinn ein (Religion), auch wenn er den nicht versteht, oder versucht selbst, dem ganzen einen Sinn zu geben. Wir produzieren in unseren Hirnen ja alles Mögliche, u.a. Kunst, warum nicht auch Sinn? Außerdem kann man auch ohne sich viel Gedanken zu machen gut leben. Worauf es ankommt ist OPTIMISMUS. Optimismus sei Pflicht, hat einst Herr Karl Popper angemahnt. Da hat er recht. Den braucht man zum Leben. Deswegen ziehe ich eine heitere Kunst einer düsteren, gequälten vor, die nur das Schreckliche sieht. Das Wort Reife hat leider etwas Wertendes, deswegen habe ich Flucht in die Reife vorgeschlagen, weil man bei einer Flucht keine Wahl hat. Um nicht intellektuell einzugehen wird man halt reif. Eigentlich wollte ich nur, dass der Passus einen positiven Touch erhält. Das mit der Reife wäre ein neuer Gesichtspunkt. Sollte man vielleicht weglassen. Eigentlich geht es um Optimismus, eine Absage an die lähmende Schwermut. Psychiatrie und Kunst […] die zu Künstlern werden können, dann darf man sie nicht unter den […] nur leicht kranken […] Patienten suchen, sondern im Gegenteil, man muss sich an die am schwersten gestörten, manisch angetriebenen, hallzuinatorisch erregten, schwer fixierbaren Patienten wenden […]. Flugzei(?)g, 1971, Bleistift, Farbstifte und Kugelschreiber auf Papier, Josef Bachler bachler-k.jpg Gugginger Künstler umsetzen Ausstellung Johann Hauser , bis Januar 2017, Maria Gugging (keine Infos gefunden), Johann Hauser hauser-k.jpg Johann Hauser (1926-1996, österreichischer Maler des Art brut) Hubschrauber, 1967, Bleistift und Farbstift auf Papier, Johann Hauser hauser2-k.jpg Parameter: Kontur, Ordnung, Struktur Buntstifte und Malkreiden schlug er auf Bildfläche, dicht und heftig Signaturen in Großbuchstaben: Analphabet Johann Feilacher (Psychiater und Bildhauer): Kunst heilt nicht […] In der Kunst zählt Qualität, nicht der psychische Zustand. Die Psychose bestimmt vielleicht was, aber nicht, wie die Herren malen. Patienten, die schon in Schulzeit gute Zeichner waren und später dilettantische Zeichner wurden hätten keine Aussicht eigenständig Künstler zu sein Künstlerisch Interessantes können meist nur solche Patienten schaffen, die nicht schon vor ihrer Erkrankung gute Zeichner waren. Patienten, die gerne zeichnen: in der Regel nur Konventionelles, aber keine authentischen Produkte Zeichen- oder Sprachtalent kann […] hinderlich sein, weil es unter Umständen zu banalen konventionellen Wiedergaben verleitet Gugginger-Künstler: unbeeinflusst von kultureller Kunst ahmen keine stilistischen Eigentümlichkeiten anderer Künstler nach Werke ohne Vorgänger, stehen in keiner Tradition Das Fehlen jeder Information über Kunst […] verleiht dem persönlichen Stil des Art brut-Künstlers ein Maß an Authentizität, das der informierte Künstler nur selten erreicht. Löwe, Franz Nebel, 1968, Kaltnadelradierung nebel-k.jpg Künstler-Patienten meist hospitalisiert, leiden an manisch-depressiven Störungen oder chronischen schizophrenen Psychosen bei schwerer Depression nicht geeignet, da zu gehemmt Johann Hauser: kennt genaue Zahl der Finger nicht gibt in Manie manchmal 6 oder 7 phallische Finger an Hand in Depression manchmal nur 3 Finger Mann, Johann Hauser, 1973, Radierung, nach Reproduktion Bildnis eines jungen Mannes, Ambrosius Holbein, 1518 holbein-k.png Aufgabe von Navratil an Hauser, Holbein auf Platte zu gravieren Er saß lange vor der Platte und Vorlage, nahm die Radiernadel in die Hand, aber er getraute sich nicht anzufangen. Nach langem Zureden machte er den ersten Strich. In der dritten Sitzung hat er mit etwas mehr Aktivität das Werk vollendet. Mann, Johann Hauser, 1974, Radierung, ebenfalls nach Ambrosius Holbein hauser10-k.jpg entstanden auf Höhepunkt manischer Phase an Stelle der Genauigkeit und Sparsamkeit: ausgedehnte und teilweise zu dichte Gravierung in manischer Psychose: Näherrücken der Gegenstände sichtbar ausdrucksvolles Gesicht, mächtiger Hut, nehmen ganzen Bildraum ein, Beiwerk weggelassen (es gibt auch Beispiele für selbstständig künstlerisch tätige Patienten mit guten Ergebnissen)