[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Mensch, Patient W.J., 67 Jahre alt
Mensch, Patient W.J., 67 Jahre alt
Mensch, Karl H.
Mensch, Karl H.
Zeichnungen eines alkoholkranken Mannes
Zeichnungen eines alkoholkranken Mannes
Zeichnungen eines alkoholkranken Mannes
Zeichnungen eines alkoholkranken Mannes
Psychiatrie und Kunst Versuchsanordnung (nach Machover) Personality Projection in the Drawing of the Human Figure, Karen Machover betrachtet Zeichnung menschlicher Figur, auf Aufforderung hergestellt, als provozierte kreative Leistung nimmt an, dass individuelle Nöte und Konflikte zum Ausdruck kämen Versuchsanordnung: (1) Person erhält Blatt Papier und mittelweichen Bleistift Bitte zeichnen Sie eine menschliche Figur! (2) Frage nach Geschlecht, Bekleidung etc. keine Stellung einnehmen (3) nach Fertigstellung Aufforderung anderes Geschlecht zu zeichnen (für interessante Interpretationsmöglichkeiten) Gisela Schmeer, Psychoanalytikerin: Das bildnerisch Gestaltete sieht nämlich stets anders aus als das, was wir uns beim Zuhören vorgestellt hatten […]. Kein noch so versierter Analytiker kann exakte Voraussagen machen darüber, was sein Patient aufs Papier bringen wird Mensch, Patient W.J., 67 Jahre alt patient1-k.jpg Patient W.J. nach Selbstmordversuch eingeliefert, Diagnose Alkoholhalluzinose wollte sich mit Veredelungsmesser (Weingartenarbeiter) Leben nehmen Patient hatte hochgradige Angst, fühlte sich verfolgt, hörte Stimmen, die drohten, ihm die Zunge umzudrehen und Augen auszustechen Alkoholkranke: oft Schluckakt und somit Hals mit Schuldgefühlen besetzt in Zeichnung durch langen Hals sichtbar Mensch, Karl H. patient2-k.jpg Zeichnung im akuten schizophrenen Zustand hergestellt Schizophrenie Symptome u.a.: Wahn, Hallzuinationen, Störungen des Ich-Erlebens (u.a. eigene Handlung wird als von außen gesteuert empfunden), desorganisiertes Sprechen, formale Denkstörungen, desorganisiertes Verhalten schizophrene Patienten geben manchmal bei Zeichnungen auch innere Organe wieder Merkmal kommt fast nur bei psychotischen Patienten vor (mit zeitweiligem weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs) Bild Zeichnung eines schizophrenen Mörders, der den Auftrag hatte, einen Menschen zu zeichnen. Reine Umrisszeichnung, geisterhaft, gemisches Profil. alkoholkranke Patienten: (1) meist weiche, schwache, abhängige Menschen (2) Mutter in Partnerin gesucht, evtl. sexuell versagt (3) fehlende Anerkennung, in Männergesellschaft gesucht (4) fehlende mütterliche Verwöhnung durch Alkohol Alkohol ersetzt Zeichnungen eines alkoholkranken Mannes patient4-k.png weibliche Figur in Zeichnungen meist größer, stärker, schmollend, schimpfend oder strafend, jedenfalls dominierend wiedergegeben viele Patienten Meinung, dass Ehe sehr gut sei, wogegen deren Frauen Scheidungsgedanken tragen auf Nachfrage: Ehefrau habe ein gutes Mundwerk, immer das letzte Wort haben müsse, zu Hause das Regiment führe eigene Einschätzung: gutmütig und nachgiebig Ich schlucke lange Zeit alles hinunter, dann nehm ich meinen Rock und geh' Zeichnung eines alkoholkranken Mannes (Frau schaut recht bösartig aus, Mann zart) Zeichnungen eines alkoholkranken Mannes patient6-k.png Patient gab männliche Figur als Kind, weibliche als erwachsene Person wieder Zeichnungen Alkoholkranker unterscheiden sich in Art der Ausführung nicht von Zeichnungen Gesunder Neurose ruft keine gewaltigen Veränderungen im bildnerischen Ausdruck wie Psychose hervor Neurose: seit Freud Sigmund Freud als leichtgradige psychische Störung verstanden, durch Konflikt verursacht Psychose: schwere psychische Störung, zeitweiliger weitgehender Verlust des Realitätsbezugs Die Neurose äußert sich im Inhalt, die Psychose in der Form der Zeichnung Neurotiker verleugnet Realität nicht, deshalb behält Zeichnung koventionelle Formen bei Psychotiker verleugnet Realität, in Zeichnungen können widersprechende neue Formen und Deformationen auftreten