[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Fünf Pittoreske f. Klavier, mittlerer Satz, Erwin Schulhoff
"Fünf Pittoreske f. Klavier", mittlerer Satz, Erwin Schulhoff
Fisches Nachtgesang, Christian Morgenstern, 1905
"Fisches Nachtgesang", Christian Morgenstern, 1905
Kurs Farbe Weiss (nach kurzer Besprechung leider nur [passiv] einen Film geschaut) "Stille", Marianne Betz (Professorin f. Musikgeschichte Hochschule f. Musik u. Theater Leipzig) "hörbares u. sichtbares Moment Moment in d. Musik" Dada-Bewegung: allgemeine Verunsicherung d. Nachkriegszeit in Spott u. Provokation umgesetzt Anti-Kunst statt Kunst: Lust am Verfremden, Verulken, Zerstören Erwin Schulhoff (1894-1942, Komponist) besuchte 1919 Dada-Soiree (Abendveranstaltung) in Berlin nannte sich selbst "Überdada", "Musikdada" gründete Reihe "Fortschritts-Konzerte" Jazz: Symbol f. Amerika, akustischer Gegenpol zu mitteleuropäischen Spießertum "Fünf Pittoreske f. Klavier", mittlerer Satz, Erwin Schulhoff schulhoff.jpg "Fünf Pittoreske f. Klavier" mit Widmung "Dem Maler u. Dadaisten Dadaismus George Gross in Herzlichkeit zu eigen!" 4 von 5 Pittoresken sind Modetänze, dadaistische Provokation (Foxtrott, Ragtime, One-Step, Maxixe) mittlerer Satz mit Titel "In futurum" (Zeitmaß-zeitlos). bleibt ohne Klang u.a. Zeitmaß: "zeitlos", Pausenzeichen u. Fermate (ital. fermare: anhalten, Ruhezeichen) stehen an Stelle von Noten, obere Stimme mit Baßschlüsse, untere mit Violinschlüssel "Fisches Nachtgesang", Christian Morgenstern, 1905 fisches-nachtgesang-k.jpg weitere "Bilderwitze": Gedicht v. Christian Morgenstern "Fisches Nachtgesang" (1905) Zeichen nicht sprechbar, bleibt stumm, kann nur mit Augen wahrgenommen werden Kopplung von Zeichen, Klang u. Sinn im phonetischem Gedicht "Das große Lalula" infragegestellt Sprache wird alleine auf Phonetik reduziert, ist artikulierbar, aber ergibt keinen Sinn ital. Futuristen experimentierten ebenfalls mit Lautgedichten vom Sinn befreiter Sprachklang als Basis f. "abstrakte Dichtung" faszinierte auch die Dadaisten Dadaismus u.a. Man Rays "Poeme phonetique", erschienen in Dada-Zeitschrift "391", 1924 besteht ebenfalls aus metrischen ("gemessenen") ? Zeichen Code Sprache ist nicht mehr wirklich entschlüsselbar Generalpause: Unterbrechung in Musikstück bei allen Stimmen Nicht-Klang = Negativklang im 15. Jhd. werden Generalpausen Ausdruck der Emphase (Verdeutlichung/Betonung), indem sie Schmerz, Ergriffenheit o. Trauer versinnbildlichen stehen im Textzusammenhang für Nichts, Ewigkeit, Tod klangliches Nichts = drückte das Unfaßbare aus (u.a. Johann S. Bach, Bedeutung geht bis ins 20. Jhd. hinein) Robert Rauschenberg Robert Rauschenberg, White Painting Robert Rauschenberg E-Mail an Christiane Baumgartner wegen Einzelgespräch geschrieben (Holzschnitt)