[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Kurs o.T. Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse Seminarplan (1) Descartes, La Mettrie und Butlers "Buch der Maschinen" (2) Kleist Marionettentheater, Hoffmann "Der Sandmann" Filmklassiker: Metropolis, Modern Times Neuere Filme wie Ex Machina (3) Von Turing über die Kybernetik bis Bladerunner, Datenbanken und Archive als "Erinnerungsmaschinen" (4) Pinocchio, Anders, Stanislaw Lem, Deleuze/Guattari, Agamben, Wissenschaftskritik (Technik-Grenzen) (5) Haraway, Maschinen-Identitäten klassische KI + Schwarmintelligenz sozialer Wohnungsbau, geplante Städte, Mumford und UbiCom, Bionik – Exoskelette (6) Transhumanismus, Kurzweil Ancarani, japanischer Pop, aktuelle Netzpolitiken Standpunkt radikal (a) Was heißt "Radikal! Grundsätzlich!"? grundsätzlich: nicht an der Oberfläche kratzen, zum Punkt kommen das zeigen, was bedeutend ist, nichts was ablenkt das "Statement" ohne Umschweife mitteilen, die Wurzel (lat. radix) greifen nicht auf figurativer Art (Totenschädel, Körper, Raben, Auge, …) übermitteln / Symbolismus wo Technik, Material u. Stil den Inhalt unterstützen/wiedergeben (b) Was kann radikal in der Kunst sein? (1) die Technik siehe auch (4) ansonsten sicherl. alle neuen Techniken (wie damals Plotter / Maschinen übernahmen Arbeit, Neonröhren, Arbeiten auf atomarer Ebene, damals Fotografie) (2) das Material herkömmlich: Holz, danach Leinwand als malerischer Untergrund Material/Begrenztheit/neue Sichten als Thema: geschlitzte Leinwandbilder v. Lucio Fontana Lucio Fontana, siehe 12.10.2014 Frank Stella Frank Stella: schuf neue Formen der Leinwand, siehe 25.7. ansonsten wird heute sicherlich alles als Untergrund / Auftrag verwendet (3) das Vorgehen Bsp: umgedreht malen wie Georg Baselitz (und später auch zeigen) (4) der Stil u.a. für mich gut erkennbar bei: Impressionismus Impressionismus, Pointillismus, Expressionismus, Kubismus, Suprematismus, Bauhaus Bauhaus, Minimalismus, Pop-Art uvm. extreme Unterschiede zu vorheriger Malweise bzw. zu anderen parallel sich entwickelnden Stilen = radikal Kunstströmung liegt manchmal auch eine inhaltl. Idee zugrunde Bsp. Impressionismus Impressionismus: Darstellung d. Lichts u. atmosphär. Bedingungen = malerische Hauptaufgabe teilweise Verzicht auf Schwarz u. erdige Farbtöne: Farbpalette wurde aufgehellt Wortherkunft durch Kritiker, später von Künstlern übernommen: "Impression, Sonnenaufgang", Claude Monet Claude Monet, 1872 einheitl. Stil nicht wirklich sichtbar bei zeitgenössische Kunst (5) der Inhalt a) vorhandene Arbeit/Aussage radikal umdeuten LOVE, 1964, Robert Indiana (Vertreter d. Pop Art u. Signalkunst) verfremdet in: AIDS, 1987, Felix Partz, Jorge Zontal u. AA Bronson Krankheit nicht nur in Arbeit verarbeitet, sondern persönlich betroffen Partz u. Zontal starben 1994 an AIDS b) Mallewitsch "Das Schwarze Quadrat auf weißem Grund", 1915 (siehe 19.12.2012) er leugnete im Manifest zur Ausstellung "(0,10)" jede Beziehung der Kunst und ihrer Darstellungen zur Natur (Kubismus forderte damals nicht absolute Gegenstandslosigkeit des Bildinhalts) seine Haltung auf inhaltl. Ebene: radikal kleine Pinselstriche, nicht mit Lineal u. einheitl. Farbfläche