[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Gesammelte Werke, Bande 1-20, 1969–79
Gesammelte Werke, Bande 1-20, 1969–79
Mundunculum
Mundunculum
Kurs Dieter Roth Dieter Roth Gesammelte Werke Gesammelte Werke, Bande 1-20, 1969–79 gesammelte-werke.jpg im Selbstverlag herausgebracht, mit Pappschuber Manuscript dazu: u.a. übereinander geschrieben, unterschdl. Farben Mundunculum (als wissenschaftl.-poetische Arbeit geplant), 1962-67 1960 Entwurf dafür Gummistempel hergestellt Stempelzeichnungen auf Transparenzpapier (Vorder- und Rückseite bestempelt, dadurch symetr. Figuren erreicht) Art von "Schöpfungsgeschichte" (Verweis auf Bibel) (schöpft aus Zeichen / "meine kl. Welt" / Weltentwurf) forscht, wie Zeichen funktionieren, Beziehung von Zeichen u. Wort einziges Projekt in Zusammenarbeit mit Verlag 1. Version mit Zensur-Eingriff (einige Wörter ersetzt) Auseinandersetzung Roth Dieter Roth mit Sprache Sprach- und Bilderebene verknüpft Mundunculum mundunculum-k.jpg einfache Übersetzung durch zusätzl. subjektive Zuweisungen v. Begriffen zu Symbolen nicht mgl. zu Studienzeiten: wollte dort bereits einfaches Alphabet aus pers. Dingen erstellen "Meine Augen sind mein Mund" Sehen als Sünde Schuld u. Rechtfertigung sobald wir Gesehenes in System einordnen = Sünde (da wir nur mit Fassade die Dinge beschreiben) Welt wird mit Sprachmaterial beschrieben, die aber Sein der Natur nicht entspricht nur Haut d. Dinge können benannt werden keine 1:1-Abbildung mgl. mit Biss in Apfel: unschuldiges Sehen = Erkennen "Und sie sahen, dass sie nackt waren" [BIBELZITAT zu Sündenfall heraussuchen] Wortherkunft "wissen": u.a. wizzen (lat. videre "sehen", griech. ideīn "sehen, erkennen") wissen: weil ich gesehen habe "was ich sage sehe ich? / was ich sehe habe ich? / was ich habe bin ich?" A = Hut (Verweis auf Magritte, "Das A und O" mit O = Kopf) O mit u.a. EGO, GOTT, NARZISMUS HALS notiert Stempel m. Zeichen/Symbolen produzieren lassen u. Collagen/Zusammenhänge bilden, u.a. einfach. Quadr., Dreiecke, Kreise "Quenauereien" (nach Raymond Queneau, frz. Dichter u. Schriftsteller) Vorstellungen v. Ferdinand de Saussure zur Semiotik Lautbild <=> Vorstellung Theaterstück "Modeschau d. Schwänze" > evtl. Parodie/Auseinandersetzung mit Duchamps "Großes Glas" Topographie d. Zufalls durch Daniel Spoerri initiiert (siehe 12.5.) "indirekte Selbstporträts" (Fallenbilder)