[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Brief an Suzanne Duchamp, circa 15. Januar 1916, Jean Crotti Papers, Archives of American Art, Smithsonian Institution, Washington DC
Brief an Suzanne Duchamp, "circa 15. Januar" 1916, Jean Crotti Papers, Archives of American Art, Smithsonian Institution, Washington DC
Ema (Akt auf einer Treppe), 1966, Gerhard Richter
Ema (Akt auf einer Treppe), 1966, Gerhard Richter
Ausstellungsansicht Forest © ProLitteris / Foto André Morin
Ausstellungsansicht "Forest" © ProLitteris / Foto André Morin
READYWEB: HÉRISSON, Pierre Granoux
READYWEB: HÉRISSON, Pierre Granoux
Kurs o.T. (Notizen der letzten 2 Tage) weiß grundierte Holzplatte (53x43cm) in Leerrahmen befestigt mit Blaupapier Richtungen d. Geraden auf Holzplatte skizziert Garn mit Klebeband an Rändern fixiert später Garn mit Kleber auf Oberseite d. Rahmung fixieren und Enden abschneiden Kurs Praktiken des schon Fertigen in der zeitgenössischen Kunst Vorbereitung Referat Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made 1913 Duhamp Frage aus Notizen: "Kann man Werke machen, die nicht Kunst sind?" Videoausschnitt Interview Duchamp Marcel Duchamp "[…] the word did not exist - the thought did not exist […]" Brief an Suzanne Duchamp Marcel Duchamp, "circa 15. Januar" 1916, Jean Crotti Papers, Archives of American Art, Smithsonian Institution, Washington DC readymade-marcel-duchamp-brief-k.jpg 1. Erwähnung Begriff "readymade" durch Marcel Duchamp Marcel Duchamp für seine "schon fertigen" (tout fait) Kunstwerke "Nun, wenn Du hinaufgegangen bist, hast Du in meinem Atelier das Rad eines Fahrrads und einen Flaschentrockner gesehen. - Ich habe das als eine bereits fertige Skulptur gekauft." "Hier in New York habe ich Objekte [Flaschentrockner] desselben Stils gekauft und sie 'readymade' genannt […] - Ich signiere sie und gebe ihnen eine Inschrift in Englisch." "Ich habe zum Beispiel eine grosse Schneeschaufel, auf welche ich unten geschrieben habe: In advance of the broken arm, französiche Übersetzung: Dem gebrochenen Arm voraus - Bemühe Dich nicht zu sehr, dies im romantischen oder impressionistischen oder kubistischen Sinn zu verstehen - das hat damit nichts zu tun; Ein anderes 'readymade' heisst: Emergency in favor of twice mögliche französische Übersetzung: Gefahr (Krise) auf Grund von 2 mal." "Nimm für Dich diesen Flaschentrockner. Ich mache aus ihm ein Readymade Ready-made aus Entfernung. Du wirst ihn unten und im Inneren des unteren Ringes beschriften, in kleinen Buchstaben, gemalt mit einem Pinsel für Öl in der Farbe silbernes Weiss mit der Inschrift, die ich Dir hier anschliessend gebe und Du wirst ihn in derselben Schrift signieren wie folgend: [nach] Marcel Duchamp Marcel Duchamp." ([nach] in eckigen Klammern v. Duchamp Marcel Duchamp gesetzt) André Breton (1896-1966, frz. Dichter, Schriftsteller u. wichtigster Theoretiker d Surrealismus) André Breton Definition Ready-mades in Le Phare de la Mariée: "Vorfabrizierte Objekte, die die Würde eines Kunstwerks erlangt haben durch die Wahl des Künstlers." 1931 1. surrealistische Ausstellung in d. USA 1. Ausstellung des Flaschentrockners (in Vitrine): "Exposition Surréaliste d’Objets", 1936, Galerie Charles Ratton, Paris (legte besondere Bedeutung auf Objektkunst, berief sich auf Primitivismus, Fetische u. math. Modelle) sollte als Vorläufer für Objektkunst präsentiert werden Katalog erschienen, mit u.a. folgenden Kategorien: Objets Naturels, Objets Naturels Interprétes, Objets Naturels Incorporés, Objets Pertubes, Objets Trouvés (von einer ganzen Reihe von Surrealisten, nur die Namen der Finder sind aufgelistet, keine Stücke oder Titel, dadurch klar Unterscheidung zum Ready-made Ready-made) Objets Trouvés Interprétés (werden einzeln mit Titel aufgeführt, aber nicht als Werk sondern je als "gehörend zu", z.B. "La varlope, appartient à Man Ray"), Objets Americains (von Eskimos, aus Peru etc.), Objets Océaniens, Objets Mathématiques, Ready-made Ready-made et Ready-made Ready-made aidé (hier als einzige Werke: Marcel Duchamp Marcel Duchamp, Flaschentrockner, 1914; Marcel Duchamp Marcel Duchamp, Why not sneeze), Objets Surréalistes (grösste Gruppe, hier u. a. : Marcel Duchamp Marcel Duchamp, La bagarre d`Austerlitz, 1921). 2. Präsentation: Fotografie von Man Ray publiziert in "Boîte-en-valise", 1935-1941 (siehe auch 17.4.) Ausstellung "Übrigens sterben immer die anderen. Marcel Duchamp Marcel Duchamp und die Avantgarde seit 1930", 1988 (Daniels Dieter Daniels stellt eigenen Flaschentrockner aus) Ema (Akt auf einer Treppe), 1966, Gerhard Richter Gerhard Richter akt-auf-einer-treppe.jpg Ulf Linde stellte Kopie vom "Großen Glas" her, baute Flaschentrockner nach (von Duchamp Marcel Duchamp signiert) Duchamp Marcel Duchamp signierte einige Flaschentrockner, die ihm gegeben wurden Flaschentrocker als Multiple 1964 herausgebracht "do-it-yourself": Brief an Werner Hofman, 1962 (erhält von Duchamp Marcel Duchamp d. Antwort, er könne sich den Flaschentrockner für das Museum im Bazar de l'Hotel de Ville in Paris besorgen) Erwähnung Flaschentrockner in Comic-Welt "Forest", 2008-2009, Bethan Huws (88 Flaschentrockner und Neon) Ausstellungsansicht "Forest" © ProLitteris / Foto André Morin bethan-huws.jpg "Rack", 2009, Kendell Geers (metal, beer bootles) READYWEB: HÉRISSON, Pierre Granoux pierre-granoux-k.jpg ready-made-Buch mit Internetabbildungen von Flaschentrocknern notiert Bilderwolke mit "Flaschentrockner"/"bootle dryer" (Google-Bildersuche), ohne Bezug zu "Duchamp Marcel Duchamp", "Marcel", "readymade", "art" Flaschentrockner wird zu abstraktem Einrichtungsgegenstand / zur Dekoware (anders beim Urinal)