[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Geschirr-Set, Wolf Vostell (vermtl. 1980er), Museum Fluxus Plus, Potsdam
Geschirr-Set, Wolf Vostell (vermtl. 1980er), Museum Fluxus Plus, Potsdam
notiert Geschirr-Set, Wolf Vostell (vermtl. 1980er), Museum Fluxus Fluxus Plus, Potsdam geschirr-k.jpg Teller, Tasse, Untersetzer selber mit Motiv bemalen (Porzellanmalstifte- o. Farbe) aufeinander gelegt ergibt sich von oben betrachtet ein Motiv Kurs Dieter Roth Dieter Roth (vergessen, Kurs findet heute nicht statt) f-rie-dr-i-c-hfr-öhl-ic-h Website ausgebaut Kurs Bibliothek (in der Eisenbahnstr. bearbeitet) Furniture Sculptures / Möbelskulpturen / Kombination Bild u. Möbel FS1: 1979 gewöhnlicher Esszimmerstuhl, mit goldfarbenem Satin gepolstert rechte Rückenlehne unregelmäßig mit weißer Farbe (Grundierung) übermalt, für abstrakte Zeichnung mit Punkt u. Linie in Primärfarben blau-rot-gelb (auf Abb. nicht sichtbar) kaufte für FS zunächst industriell gefertigte Einrichtungsgegenstände der 50er Jahre, malte darauf direkt abstrakte Zeichen mit der Zeit große Varietät: kaufte moderne u. vor Ort gefundene Möbel, mit Musikinstrument in Werkgruppe abstrakte Malerei mit ready-mades verbunden (banale Alltagsgegenstände) beiden Ebenen beließ er natürliche "Funktion" (Möbel blieb Möbel, Malerei blieb Malerei), nur "destabilisiert" (Möbel gekippt o. entfremdet, Bild nicht mehr autonom) Widerstand gegen Dogma der Trennung von hoher und niederer Kunst, Hinweis auf Übergang von Moderne zur Postmoderne (Kultur d. Vielfalt) Konsequenz: Verschwinden d. Grenzen zw. Kunst und Leben, Avantgarde u. Traidtion, industrieller Produktion und künstlerischer Kreation, Hoch- und Trivialkultur (strebt er in seinen Arbeiten an) Kräftemessen zw. Kategorien Kunst u. Design seit Renaissance Bauhaus Bauhaus u. russische Konstruktivismus: versuchten Vereinigung ("zum Vorteil der modernen Zukunfstgesellschaft") Armleder wollte keine "designte" Kunst u. kein "verkunstetes" Design entwerfen Grenzüberschreitung = kritischer Kommentar zur Stilgeschichte Bsp 1: FS 21 (1981), Sofa mit abstrakten Formen im Stil von El Lissitzky Bsp 2: FS 132 (1986), ließ Gemälde a la Barnett Newman in Dialog mit Bassgitare treten für Armleder spielte der Déjà-vu-Effekt erhebliche Rolle (laienhafte Betrachter kann sich mit meisten der benutzen Gegenstände identifizieren) "Das bedeutet, dass es gerade dem in der Kunstbetrachtung Ungeübten durch die Vermischung von Kunst und Design möglich ist, in der Kunst etwas aus eigenem Vermögen zu erkennen und sich wenigstens mit einem Teil des Objekts, nämlich dem Möbel oder Instrument, identifizieren zu können" "kleines Erfolgserlebnis": veränderte Wahrnehmung d. Kunst als etwas nicht Fremdes könnte neues Interesse an Kunst erwecken Theodor Adorno: Voraussetzung d. künstl. Freiheit = "Gleichwerden von Allgemeinem und Besonderem in einem Kunstwerk" Armleders Kunst muss als Spielen mit oder Provozieren von gewohnten Denkweisen u. Kategorien verstanden werden Kunst aus einengendem Korsett befreien Projekte zum Thema der Rezeption von Kunst in der Gegenwart: "Ne dites pas non!" u. "Don't do it!" beschäftigen sich mit Nivellieren u. Zusammenführen (auf engstem Raum) von Verschiedenem (wie Kunst und Design) "Don't do it!" 1997 erstmals für Genfer Mamco (Museum) konzipiert 3 Situationsräume, "wie ein 'etwas beschränkter Kurator' eine Ausstellung hätte inszenieren können" 1. Raum: Über- und Untereinander von Punktbildern Armleders u. anderer Autoren (Auge des Betrachters irritieren u. Durcheinander erzeugen, was entsteht, wenn Kurator 'Punkte' als Thema hätte) 2. Raum: Monitore reproduzieren Standbilder von Gemälden, die im Museum ausgestellt waren (zeigt, dass selbst im Museum direkter Zugang zur Kunst nicht mehr existiert, "da nur noch durch Vermittlung, als second-hand-impression, stattfindet") 3. Raum: in Ecke Haufen mit unterschdl. "ready-made"-Objekten Installation: zeigte, "wie weit Konditionierung von Künstler und Betrachter fortgeschritten war, jedes Material als Kunst anzunehmen" sollte zeigen, dass allein durch Kurator bestimmte Präsentation von Kunst deren Rezeption beeinflusst (Kuratoren hängen Arbeiten nicht einfach auf, sondern entwickeln "künstliche Strategien und Philosophien", um Ausstellungskonzept und dessen Inszenierung zu verwirklichen) seine Kritik: zu viel an Informationen schadet Kunst (auf Seiten des Künstlers, des Kurators und des Betrachters, der von Informationsüberfluss überschüttet wird) Armleder schließt sich Kritik am Pluralismus der Postmoderne an wichtig zu wissen: Armleder ist Künstler u. Kunstvermittler