[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Buchladen Ecart, Genf, 1982
Buchladen Ecart, Genf, 1982
Kurs o.T. Holz mit Abstandsleiste weiß grundiert (für Garn-Tests verschd. Farben) temporär Garn mittels Klebestreifen an Seitenseite Abstandsleiste befestigen später mit transp. Kleber auf Oberseite Abstandsleiste dauerhaft befestigen Kurs Bibliothek (in der Eisenbahnstr. bearbeitet) arbeiteten nach Armleders Verständnis in einem "totally non-artistic context" (ausgeübte Kontinuität u. Disziplin Voraussetzung für künstl. Schaffen) Ähnlichkeit d. Gruppen zu Fluxus Fluxus: Wunsch nach Kollektiv trotz unterschdlst. Techniken d. einzelnen Mitglieder Groupe Ecart mit Freunden Claude Rychner, Patrick Luccini gegründet 1973 umfasste sie eine Galerie, eine Edition (?) u. eine Druckerei 1975 Buchladen eröffnet, mit Verkauf eigener Produktionen, Zeitschriften, Katalogen, Multiples u. Schallplatten écart (frz.) für Abstand, Schere, Spanne (Differenz) écarts (frz.) für Abweichungen, Abwege ("Ausschweifungen von d. Normalität d. Alltäglichen") veranstaltete Konzerte, Festivals für Groupe Ecart wurde es zur gängigen Praxis, eigene o. fremde Ideen aufzugreifen u. wiederzuverwerten Buchladen Ecart, Genf, 1982 buchladen-ecart-k.jpg 1960er: Minimal Art Minimal Art, Konzeptkunst Konzeptkunst, Fluxus Fluxus u. Antiform setzten sich durch "Frage, ob es grundsätzlich noch möglich sei, Kunst zu machen, wurde heftig diskutiert" Inhalte u. Begriffe d. etablierten bürgerlichen Kunst wollten nicht kritiklos übernommen werden Bedeutung d. Individuums in d. Gruppe marginalisiert u. zu Gunsten d. Kollektivs aufgegeben: Ausstellung "3x(2x1)" 1977 in Luzerner Apropos Galerie indem "die drei Künstler der Groupe Ecart […] den Versuch unternehmen, dreimal dieselbe Ausstellung zu machen; so könnte die Ausstellung von John Armleder ebenso gut die von Patrick Lucchini und Claude Rychner, ]…] gemacht sein. frz. Künstlergruppe BMPT: wollte Kunst an einen Endpunkt führen, lehnte Existenzberechtigung Malerei ab, da zur reinen Geste, zum Formalismus verkommen Ausstellung BMPT in Galerie J., 1967: individuelle Rollen sollten vertauscht werden; jeder Künstler setzte seine Signatur unter Abrieten eines anderen Kollegen (Projekt scheiterte bald, da Strategie der Selbstaufgabe u. Kritik an künstlerischer Autorenschaft einige teilnehmende Künstler "schmerzte" u. austraten) Armleder löste sich um 1980 von Groupe Ecart, begann sich auf eigene Karriere zu konzentrieren beschränkte sich auf geometrische Formen als Motivwahl Interesse an Konstruktivisten u. Suprematisten (historische Avantgardisten) wie El Lissitzky (1890-1941), Kasimir Malewitsch Kasimir Malewitsch (1878-1935) u. Alexander Rodschenko (1891-1956), Marcel Duchamp Marcel Duchamp u. Francis Picabia (1878-1953) "[die einen] fundamentalen Beitrag für die Kunst dieses Jahrhunderts geleistet haben" Zufallssysteme d. Fluxus Fluxus-Zeit, Hang zur Intervention sowie Ablehnung von Identifikationen u. einer speziellen Botschaft: bis heute von unveränderter Bedeutung für Armleder 1980er: Orientierung an Bildern von Barnett Newman, "dot-paintings" u. "pour-paintings" von Larry Poons, Jackson Pollock, dem Informel, der OP-Art