[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Porträt mit Fäden o.ä. ausprobieren (Geraden vom Bildrand aus über gesamte Fläche ziehen)
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Saliera (Salz- und Pfefferstreuer), 1540–1543, Benvenuto Cellini , KHM Wien
Saliera (Salz- und Pfefferstreuer), 1540–1543, Benvenuto Cellini , KHM Wien
Geradenbild notiert Michael Scott recherchieren f-rie-dr-i-c-hfr-öhl-ic-h Porträt mit Fäden o.ä. ausprobieren (Geraden vom Bildrand aus über gesamte Fläche ziehen) geradenportrait.jpg Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made "Alles nur Konsum - Kritik einer warenästhetischen Erziehung", Wolfgang Ullrich, 2013 Wolfgang Ullrich (*1967, dt. Autor, Kulturwissenschaftler u. Berater) "Wer als Grundlage aller Waren Gestaltung ansieht, erblickt im Konsum ein relevantes Feld der Ästhetik und macht sich vielleicht sogar Gedanken über eine warenästhetische Erziehung." (1) Fiktionswerte Gebrauchswert d. Ware wird mit Fiktion ergänzt Produkte (wenn mehr als nur Gebrauchswert) können (positiv) beeindrucken, motivieren u. erziehen Konsumieren kann wie Lesen eine Kulturtechnik sein "wie Platon weigern sich heutige Konsumkritiker zw. Schein als ästhetische Funktion mit eigenem Wert u. Schein als Vortäuschung, Manipulation u. Verhängnis zu unterscheiden" sieht fiktionalen Wert positiv kritisiert Standpunkt Produkte würden nur hinters Licht führen u. entfremden Saliera (Salz- und Pfefferstreuer), 1540–1543, Benvenuto Cellini , KHM Wien saliera-k.jpg (2) Inszenierungsfolgen Einfluss d. Verpackung Produktpreis durch Aufladung d. Produktes mit einer Bedeutung erhöht Alltägl. nicht akzeptiert Verwandlung Produkt zu spannend, wichtig, neu u. unerwartet von Konsumenten gefordert "Die ganze Ding- und Konsumwelt ist eine einzige große Übertreibung" Produktinszenierungen beeinflussen Konsumenten unterschwellig stark u. prägen Verhaltensweisen Produkt selbst relativ unwichtig / Art u. Weise wie es verpackt ist wichtiger Konsumenten durch Produkte mehr geprägt als von polit. Theorien, intellektuellen Debatten o. Argumenten in Talkrunden (3) Situationsfaschismus Produkte erfüllen FUnktion von Benimm-Ratgebern "[…] führen durchs Leben und mit sanftem Druck geben sie vor, wie man sich zu verhalten hat" Antike: Rhetorik gehörte zu den artes liberales (freien Künsten) Heute: Konsumieren u. Umgang mit Konsumprodukten ist heute als Kunstfertigkeit zu erkennen Aufwertung d. Konsumenten zum Profi: beliebtes Vorgehen d. Produzenten u. Designer kaum noch möglich, eine Tätigkeit unambitioniert nachzugehen "[…] zugleich jedoch wird man immer wieder mit der eigenen Mangelhaftigkeit konfrontiert, weil irgendein Accessoire fehlt oder nicht genau passt" (wg. Einzelgespräch vorzeitig gegangen, Notizen durch Handout vervollständigt) Einzelgespräch mit Meyer-Krahmer Wittgenstein Ludwig Wittgenstein-Sitzung zusammenfassen für mich interessante Passagen ausarbeiten auf sein Werk eingehen, philosophisches Umfeld beachten Augustinus u. Russell recherchieren Kurs Bibliothek (in der Eisenbahnstr. bearbeitet) "PUDDING OVERDOSE.", Friederike Nymphius (über Armleder) hat Kunst d. 20. Jhd. zu seinem Thema gemacht beschäftigt sich in Bildern, Objekten, Installationen u. Ausstellungen mit den sie prägenden Konventionen u. Dogmen dekonstruiert sie ungezwungen, fässt sie zusammen unterzieht sie einer subversiv-analytischen Revision Armleder agiert als Störer, der Mechanismen d. Kunst im laufe seiner Praxis durchschaut hat aus dieser Kenntnis heraus demontiert er sie u. spielt mit ihr künstl. Wurzeln: im Fluxus Fluxus Ende der 1960er ("anarchisch-fröhlichen Verweigerungshaltung gegenüber festgefügten Normen u. Formen") suchte in Gründung d. avantgardistischen "Groupe Ecart" im Kollektiv nach neuen Wegen der Kunstproduktion 1980er Jahre: wichtige Schaffensphase vertritt Schweiz 1986 auf der Biennale, Venedig Teilnahme 1987 documenta 8 "furniture sculptures" u. "abstrakte Kompositionen" entstehen Werkgruppen kommentieren Wandel von Inhalt und Werten d. Kunst durchkreuzen die fortschreitende Ästhetisierung d. Alltags implizite Infragestellung d. konventionellen Kunstbetrachtung gezielte Provokation eingefahrener Denkmuster reflektieren weiterhin intensive Beschäftigung mit Zeitthemen wie Pluralismus, Vermassung u. Reizüberflutung Armleder agiert als Kunstvermittler Bedeutung von Kommunikation für die Kunst erkannt und verarbeitet 1990er: "Künstler-Kurator"-Projekte (behandeln unmögl. Vermittelbarkeit u. Wahrnehmung von Kunst) Auseinandersetzung mit Bildern, Ggenständen u. Kunstwerken seines gesellschaftl. u. kulturellen Umfelds Installation "The Pudding Overdose", 1995 als Metapher für Zustand d. Kultur u. d. sie tragenden Gesellschaft Kunst als Thema: u.a. Installationen "Ne dites pas non!" (1997), "Don't do it!" (1997) / kuratierte Ausstellung "Peinture Abstraite" (1995) Installationen geben neue Aufschlüsse zu aktuellen Fragestellungen über die Kunst und deren Rezeption u. beschäftigt sich mit Beziehungsgeflecht zw. Künstler, Kurator u. Betrachter "Kann ein Künstler angesichts der ständigen Verfügbarkeit von Bildern und der Trivialisierung der Kunst durch die Massenkultur noch eine Kunst schaffen, die Bestand hat?" "Gibt es noch Wahrnehmungsmodelle, die sich gegen die (tägliche) Bilderflut durchsetzen können?"