[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
FLUXUS-1, 1963, George Maciunas, Buch (mit Schrauben als Bindung) in Holzkasten, Foto © Museum am Ostwall
FLUXUS-1, 1963, George Maciunas, Buch (mit Schrauben als Bindung) in Holzkasten, Foto © Museum am Ostwall
Fluxmedicine, ca. 1966, Shigeko Kubota (Foto v. George Maciunas f. ein Fluxus-Etikett)
Fluxmedicine, ca. 1966, Shigeko Kubota (Foto v. George Maciunas f. ein Fluxus-Etikett)
Klasse Bildende Kunst E-Mail "Herzliche Einladung zum Semesterauftakt mit gemeinsamen Frühstück am 14.04.2015 um 11 Uhr. Bringt bitte alle wieder eine Kleinigkeit mit." über Whisky Alkohol u. aktuelles Wetter geredet Studienreise Venedig Besprechung Biennale Venedig evtl. 23.6.-27.6. ca. 120 € Flug Hin- und Rückfahrt + Fahrt Leipzig <=> Berlin + ca. 60 € Verkehrsmittel Venedig + ca. 110 € Übernachtung Besprechung Vorschlag Semesterthema / Ausstellung Bowlingtreff / Wilhelm-Leuschner-Platz Platz als Spielfläche nutzen formale / strukturelle / politische Bearbeitung mgl. nächster Klassentreff im ehem. Bowling-Center FLUXUS-1, 1963, George Maciunas, Buch (mit Schrauben als Bindung) in Holzkasten, Foto © Museum am Ostwall fluxus-1-k.jpg Kurs Bibliothek (in der Eisenbahnstr. bearbeitet) Kunstgeschichte "Fluxus Fluxus", Thomas Kellein "Seltsamerweise werden die Details der Anfänge von Fluxus Fluxus einigen Historikern immer klarer, je länger sie vorbei sind. Mein eigenes Gedächtnis wird dunkler und dunkler, falls das von ihnen Erinnerte überhaupt wahr ist" (Emmett Williams 1991) Fluxus Fluxus-Multiples in 1970er zw. $2,50 u. $150,00 angeboten, enorme Wertsteigerung Bedienungen f. Entstehung: Zeit in d. Bundesrepublik Deutschland mit "Wirtschaftswunderjahre", in d. USA mit "Überflussgesellschaft" belegt Blütezeit in d. westlich kapitalistischen Industrienationen Glaube an Totalversorung d. Planeten mit Konsumgütern Glaube an unendlichem Wachstum Jahrzehnt durch nukleares "Gleichgewicht d. Schreckens" geprägt Pop Art reflektierte erfolgreich Warenästhetik / Glücksversprechen Fluxus Fluxus-Produkte erschienen zu ärmlich, um in d. Wohlstandsgesellschaft f. Eindruck zu sorgen Fluxus Fluxus-Performances in Presse als ärgerlich u. renitent (widerspenstig / unangepasst) dargestellt rund 20 international verstreute Künstler traten unter Namen "Fluxus Fluxus" in Verbindung bis in 1970er skandalumwitterte Medienaufmerksamkeit als Avantgardisten Arbeiten bis in 1980er zum größten Teil nicht in Kunstgalerien / Ausstellungshäuser vertreten Anfänge v. Fluxus Fluxus: 1960/61 begegnet Maciunas (damals Designstudent, angehender Kunsthistoriker u. erfolgloser Händler m. antiken Musikinstrumenten) junge Künstler u. Komponisten aus Umkreis v. Cage (wollte deren Arbeit in Zeitschrift "Fluxus Fluxus" publizieren) Idee von Maciunas: System d. hohen Künste u. d. "barocke" Tendenzen ("Verstuckung"?) bekämpfen u. abschaffen Fluxus Fluxus Plakat-Manifest (NY, 1965) unter Maciunas Regie ab 1962 Fluxus Fluxus-Konzerte in Europa gab sich als "Chairman" von Fluxus Fluxus aus, später verteilte er Hoheitsgebiete ("Fluxus Fluxus-Nord", "Fluxus Fluxus-Süd", "Fluxus Fluxus-Ost", "Fluxus Fluxus-West") Headquarter in SoHo, NY Künstlerlisten erstellt, Briefe geschrieben, Pamphlete ("engagiert, überspitzt u. polemisch zu wissenschaftlichen, religiösen o. politischen Themen äußern") verschickt, Druckaufträge erteilt u. Distribution d. Werke organisiert war mit vielen Künstlerkollegen in ständigem Kontakt in einem Manifest Rückbezug auf den Dadaismus Dadaismus gefordert (?) ab 1963 lieferten Brecht, Vautier Ben Vautier, Watts Ideen für Fluxus Fluxus-Multiples (meist als 3x12x9cm-Plastikschachteln verlegt) Werke waren simpel, klein u. billig Mystery Box (Ben Vautiers) mit Staub gefüllt, Luxusausgabe mit Eierschalen, als würfelförmiges Objekt Abfall (Hinweis auf Überflussgesellschaft?) Fluxuskünstler-Lofts in SoHo sollten u.a. durch Verkauf v. Stickern, Servietten, Tischtücher u. T-Shirts finanziert werden Interview (1978) auf Frage, ob er Fluxus Fluxus nicht doch als Kunst begreife: "Nein. Ich glaube, es sind gute, einfallsreiche Gags." Fluxmedicine, ca. 1966, Shigeko Kubota (Foto v. George Maciunas f. ein Fluxus Fluxus-Etikett) fluxmedicine-k.jpg Kurs Bibliothek "1962 WiesbadenFLUXUS 1982" / Katalog von Ausstellung in Wiesbaden (1982), Kassel (1982/1983), Berlin (1983) Fluxus Fluxus = Geisteshaltung, kein Stil FLUXUSEditionen (Produkte in Schachteln o. Koffern) waren unsigniert u. undatiert / Massenauflage Antihaltung gegenüber Kunstmarkt Bezeichnung FLUXUS wählte Maciunas 1960 für Titel einer Zeitschrift, die Künstler vorstellen sollte, die sich herkömmlichen Kunstformen u. Stilen (wie Cage) entzogen (nie erschienen) was Fluxus Fluxus-Künstler eint: "[…] hart zu kämpfen gegen die immense Einfalt, Traurigkeit u. den Mangel an Einsicht für das, was unserem Leben abgeht, eine Welt zu begründen, in welcher die Spontaneität, die Freude, der Humor […] selbstverständlich werden […]" (Brecht, 1964) Kurs Bibliothek "Dieter Roth Dieter Roth / Originale", Text v. Laszlo Glozer zum Zusammenhang Roth Dieter Roth u. Fluxus Fluxus recherchiert "Nomaden-Biografie": äußerte sich nicht nur im ständigen räuml. Unterwegssein, sondern auch in d. Kunst Sommer 1966: Besuch bei "Fluxus Fluxus"-Archivar Hanns Sohm von Beuys Joseph Beuys an Düsseldorfer Akademie "gelotst" Vanitas-Gedanke: plastisch-objekthafte Arbeiten = "Zeitstücke" ab Mitte 1960er: die Natur d. Dinge, ihren prozessualen Zerfall, geziehlt eingesetzt (Lebensmittelarbeiten) Schokoladenbüsten im Schimmelmuseum: unlimitiert (solange Turm hält) 1968 Urform d. Büste brachte er als Multiple in Umlauf "Von den 'Fluxus Fluxus'-Künstlern - für ihn ein faules Pack - setzte er sich stöhnend ab" 1x daumennagellänge Whiskey