[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Don't do it!, 1997/2000, John Armleder
Don't do it!, 1997/2000, John Armleder
Kunstgeschichte Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made Einführungsveranstaltung Terminus "ready-made" steht im anglo-amerik. Sprachgebrauch für gebrauchsfertig vorproduziertes, industrielles Produkt in der Kunst schrittweise von 1914-1917 durch Duchamp Marcel Duchamp eingeführt Januar 1916: 1. Erwähnung v. Duchamp Marcel Duchamp in Brief an Schwester parallel verwendeter Begriff (Alltag vs. Kunst) Kurs Praktiken des schon Fertigen in der zeitgenössischen Kunst Künstler / Positionen / Strategien (für Referate) (1) Readymade Ready-made Re-Appropriation Werke, die sich direkt auf Duchamps Readymades beziehen / re-interpretieren konzeptuelle Appropriation d. Readymades als Kunstgeschichte (statt von Alltagsgegenständen wie bei Duchamp Marcel Duchamp) Vorläufer 1950/1960er: Jasper Johns, George Brecht, Arman, Daniel Spoerri ab 1980er: Elaine Sturtevant, Sherry Levine, Mike Bidlo, John Armleder, Ai Wei Wei, Kendell Geers ab 2000: Pierre Granoux, Bethan Huws, Saâdane Afif (2) Readymade Ready-made Recouperation krit. Hinterfragung d. Appropriation d. Appropriation (Wiederaufnahme einer Systemkritik in d. System d. Kunst) u.a. Philippe Thomas, Haim Steinbach, Andreas Slominski, Olaf Nicolai, Gruppe FORT, Grupe Famed (3) Readymade Ready-made Revenue Strategien d. "Commodification" des "schon Fertigen" für Kunstmarkt u.a. Jeff Koons Jeff Koons, Damien Hirst, Richard Prince, Sylvie Fleury, Swetlana Heger & Plamen Dejanov, Sylvie Fleury, Christian Jankowsky, Simon Denny (4) Readymade Ready-made Situations and Environments Rauminstallationen mit vorgefundenen räuml. Ensembles u.a. Guillaume Bijl, Christoph Büchel, Nina Beier, Alicja Kwade, Florian Slotawa (5) Readymade Ready-made Re-Mediatation Praktiken d. "schon Fertigen" in Film, Video, Internet, Performance u. Konzeptkunst Konzeptkunst Frage der medialen Transformation d. Originalbegriffs im Digitalen u.a. Chris Marker, Hans Peter Feldmann, Pierre Bismuth, Christoph Büchel, Constant Dullaart (6) Readymade Ready-made Re-Interpretation ab 2000 Reinterpretationen in vielen Stufen d. Entfaltung, Vervielfachung u. Verfälschung u.a. Maria Eichhorn, Valetin Carron, Matias Faldbackken, Klara Lidén, Mathieu Mercier, Clarie Fontaine (7) Postcoloniale "virale" realdymade Pratiken globale Verbreitung d. Idee Transformierung durch Künstler aus Asien, Südamerika, Afrika in postkoloniale Kontexte Thematisierung globale Warenzirkulation u.a. Ai Wei Wei, Rirkrit Tiravanija, Tobias Rehberger, Danh Vo, Ji Lee, Mariana Castillo Deball, Subodh Gupta, Haegue Yang, Olivier Laric, Cyprien Gallard Don't do it!, 1997/2000, John Armleder john-armleder-k.jpg Vortrag über John Armleder übernommen "Don't do it!", Essamble vieler ready-mades setzt sich in Bildern, Objekten, Installationen, Skulpturen mit Stilen, Dogmen und Ismen d. Kunst d. 20. Jhd. auseinander paraphrasiert, zerstört und definiert neu Don’t do it! versammelt berühmtesten Readymades (u.a. Duchamps Urinoir, Warhols Waschmittelboxen, Beuys Joseph Beuys Filzrollen, Tiravanijas Teebeutel Verabschiedung d. Originalbegriffs in d. Kunst möchte das Essentielle u. wahrhaft "originelle" künstlerischen Denkens in den Blick rücken