[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Merzbau, Kurt Schwitters (1943 zerstört)
Merzbau, Kurt Schwitters (1943 zerstört)
Selbstbildnis El Lissitzky
Selbstbildnis El Lissitzky
Kabinett der Abstrakten, El Lissitzky, 1928/29
"Kabinett der Abstrakten", El Lissitzky, 1928/29
mechanische Ente, Jacques de Vaucanson, 1738
mechanische Ente, Jacques de Vaucanson, 1738
Kurs Geschichte der Ausstellung standartisierte Hängungsformen Abweichungen durch Künstler durchgesetzt Kurt Schwitters (1887-1948, dt. Künstler, Maler, Dichter und Werbegrafiker) unter Kennwort MERZ dadaistisches "Gesamtweltbild" entwickelt bekannt geworden durch architektonisch veränderte Räume Merzbau, Kurt Schwitters (1943 zerstört) merzbau.jpg Merzbau / "Kathedrale des erotischen Elends" überwand Gattungsbegriffe Skulptur / Installation in seinem Wohnhaus, Hannover Rekonstruktion im Sprengel-Museum Hannover Wegbereiter für Pop-Art (Motive häufig der Alltagskultur, des Konsums, den Massenmedien und Werbung entnommen) private Präsentation d. Kunst / nicht öffentlich gefördert Selbstvermarkter Collagen "Merz-Zeichnungen" Merzbau in Scheune ("the Elterwater Merz Barn", England) blieb unvollendet Kunstwerk nie zuende gedacht, immer in Entwicklung begriffen "Ursonate" "Man kann auch mit Müllabfällen schreien, und das tat ich, indem ich sie zusammenleimte und -nagelte. Ich nannte es MERZ, es war aber mein Gebet über den siegreichen Ausgang des Krieges, denn noch einmal hatte der Frieden wieder gesiegt. Kaputt war sowieso alles, und es galt, aus den Scherben Neues zu bauen. […] Es war wie ein Abbild der Revolution in mir, nicht wie sie war, sondern wie sie hätte sein sollen" Alexander Dorner (1893-1957, dt. Kunsthistoriker, Hochschullehrer und Museumsdirektor) innovative Konzepte für Ausstellungen beauftragte Künstler mit ihm zusammenzuarbeiten wollte Schallplatten als Audioguide / audielle Begleitung im Museum anbieten Farbgestaltung Ausstellungswände Schaffung von "atmosphärischen Räumen" El Lissitzky (1890-1941, rus. Avantgardist, Bereich Malerei, Architektur, Grafikdesign, Typographie und Photographie) zur Realisierung und Verbreitung konstruktivistischer Ideen beigetragen Ausstellungsgestaltung Selbstbildnis El Lissitzky lissitzky.jpg Kunst, die Nutzen hat / mit gesellschftl. Anspruch "Kabinett der Abstrakten", El Lissitzky, 1928/29 kabinett.jpg bewegl. Konstrution, Bilder neu anordnen / sichtbar machen durch Ausstellungsbesucher Rekonstruktion im Sprengel Museum Hannover Kurs Warum Denken? Dialog als Denkstil Erkenntnistheorie 4 Arten von Erkenntnis: Vermuten, Glauben, Nachdenken, Einsehen mechanische Ente, Jacques de Vaucanson, 1738 ente.jpg René Descartes (1596-1650, frz. Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler) methodischer Zweifel Zweifel versuchte Philosophie mit wissenschaftl. Methoden zu eindeutigeren Schlüssen zu führen, die nicht mehr anzweifelbar wären komplett zum Anfang, mit einem eindeutig belegbaren Punkt Ausgangspunkt: alles, was er für wahr hält = falsch Außenwelt durch Sinne wahrnehmen = Täuschungen / muss nicht wahr sein Zweifel Zweifel an Erinnerungen Zweifel Zweifel am eigenen Körper (wenn Leben = Traum > Körper = nicht unbedingt existieren) Zweifel Zweifel an Grundsätze in Wissenschaft / Mathematik Wissenschaftliche Erkenntnisse könnten durch "höhere Macht" (boshafter Geist / genius malignus) eingetrichtert worden sein Gott Jesus nicht existent (sonst wäre genius malignus nicht da) oder Gott Jesus ist der boshafte Geist unumstößliche Wahrheit: Cogito, ergo sum (Ich denke, also bin ich) nicht Gott Jesus ist mehr unumstößlich, sondern der Mensch Ich = "denkendes Ding" deskriptive (beschreibende) und normative Gedankengänge deskriptive Aussagen = Sätze über Realität, können überprüft und ggf. widerlegt werden normative Sätze = geben vor, wie etwas sein sollte