[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Filz-TV, 1970, Joseph Beuys
"Filz-TV", 1970, Joseph Beuys
Schwarzer Papierhaufen, 1970, Reiner Ruthenbeck
Schwarzer Papierhaufen, 1970, Reiner Ruthenbeck
Die platonische Höhle, Jan Saenredam (Kupferstich nach Ölgemälde von Cornelis van Haarlem)
"Die platonische Höhle", Jan Saenredam (Kupferstich nach Ölgemälde von Cornelis van Haarlem)
Auch ein Höhlengleichnis (II), 1984/1989, Timm Ulrichs
"Auch ein Höhlengleichnis (II)", 1984/1989, Timm Ulrichs
TV Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst (Vorbereitung) "Identifications" (vormals "Artscapes"), Fernsehausstellung II, 1970 20 Kurzbeiträge über internat. Künstler Länge Beiträgen: 35 Sek. - 5 Min. eigene Werke und Aktionen vor Filmkamera präsentiert 30.11.1970 vom Südwestfunk Baden-Baden fast ohne erläuternden Kommentar ausgestrahlt Reihenfolge Ausstrahlung nach Herkunftsland (Deutschland, Frankreich, England, Niederlande, Italien, USA) vor Fernsehausstrahlung Premiere im Kunstverein Hannover am 20.11.1970 Beginn mit 6-minütiger Ansprache Schum "Das Kunstobjekt verliert seine Autonomie, ist nicht mehr vom Produzenten, also vom Künstler zu trennen. […] Im Fernsehobjekt kann der Künstler sein Objekt reduzieren auf die Attitüde, auf die bloße Geste als Hinweis auf seine Konzeption. Das Kunstobjekt stellt sich dar als die Einheit von Idee, Visualisierung und dem Künstler als Demonstranten." "Filz-TV", 1970, Joseph Beuys Joseph Beuys beuys.jpg Beuys Joseph Beuys "soziale Plastik" schließt menschliches Handeln mit ein, das auf Strukturierung und Formung der Gesellschaft ausgerichtet ist Politik und Wirtschaft sozial und kreativ von jedem gestaltbar notwendige Fähigkeiten: (1) Spiritualität, (2) Offenheit, (3) Kreativität, (4) Fantasie Gesellschaft als Kunstwerk betrachtet Kunstbegriff nicht mehr nur auf materiell fassbare Artefakt beschränkt "Jeder Mensch ist ein Künstler" Beitrag "Filz-TV": kritische Auseinandersetzung der Wirkung TV auf Individiuum Reiner Ruthenbeck (*1937, dt. Bildhauer und Konzeptkünstler) Schwarzer Papierhaufen, 1970, Reiner Ruthenbeck schwarzerpapierhaufen.jpg füllte Bildraum mit wachsenden Haufen aus zerknülltem schwarzen Papier Klaus Rinke (*1939, dt. Künstler) ließ gefüllte Wassertonne in Richtung des Betrachters umfallen Rinke: "natürlich banal, aber vom plastischen Prozeß aus gesehen ganz neu für die Kunst – nicht etwa als symbolische Handlung, sondern als Plastik, fast schon als traditionelle Plastik" Ulrich Rückriehm (*1938, Bildhauer) Steinskulptur "Dolomitstein gespalten (Hammer und Eisenkeile)", 1968 Stück für Stück abgehoben und auf Boden geworfen (zuvor geschlossene, aber geteilte Form => Ansammlung von Bruchstücken) Daniel Buren (*1938, frz. Maler und Bildhauer) weitere Künstler: Gilbert & George, Ger van Elk, Giovanni Anselmo, Alighiero Boetti , Pier Paolo Calzolari, Gino de Dominicis, Mario Merz, Gilberto Zorio, Garry Kuehn , Keith Sonnier , Richard Serra, Franz Erhard Walther, Lawrence Weiner Kurs Warum denken? Grundlagen und Konzeptionen des Denkens mit Platon Sonnen-, Linien-, Höhlengleichnis (Auszüge aus: Der Staat) Sonnengleichnis: (platonische) Sokrates versucht das Gute zu veranschaulichen Sonne = Quelle des Lichts (in geistiger Welt) das Gute = Quelle von Wahrheit und Wissen Liniengleichnis hierarchische Unterteilung des Erkenntnisweges (1) Meinen mit (a) Vermuten (Schatten / Spiegelbilder), (b) Fürwahrhalten (reale Dinge) (2) Erkennen mit (a) Verstand / Nachdenken (mathematische Formen), (b) Vernunft / Denken (Ideen) "Die platonische Höhle", Jan Saenredam (Kupferstich nach Ölgemälde von Cornelis van Haarlem) hoehlengleichnis.jpg "Auch ein Höhlengleichnis (II)", 1984/1989, Timm Ulrichs hoehlengleichnis2.jpg Höhlengleichnis Personen sind so befestigt, dass sie nur gegen eine Wand schauen können auf Wand sind Schattenspiele sichtbar, die für sie die Realität darstellen hinter befestigten Personen gehen Menschen mit Bildwerken entlang Schatten wird durch Feuer hinter ihnen erzeugt Echo von Geräuschen an Rückwand Leben Gebildeter vs. Leben Ungebildeter Beschreibung beschwerlicher Weg zum wahrhaften Sein