[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Kunstgeschichte Konzeptkunst Konzeptkunst (Vortrag 2011) engl. "conceptual art Konzeptkunst", Kunstrichtung späte 1960er Jahre in Europa und USA nicht immer wurde Begriff "conceptual art Konzeptkunst" verwendet (1) 1961: Begriff "Concept Art" taucht in Artikel von Fluxus Fluxus-Künstler Henry Flynt auf bezieht Begriff auf eine Kunst, deren eigentliches Merkmal ihr Umgang mit Sprache ist (2) 1967: Terminus von Sol LeWitt durch "conceptual art Konzeptkunst" ersetzt "In der Konzeptkunst Konzeptkunst ist die Idee oder Konzept der wichtigste Aspekt der Arbeit. […] Alle Planungen und Entscheidungen [werden] vorher getroffen und die Ausführung geschieht mechanisch. Die Idee wird zur Maschine, die die Kunst macht." (3) 1973: Gregory Battcock verwendet Begriff "Idea Art" (4) selbes Jahr: Lucy Lippard Begriff "so-called conceptual art Konzeptkunst" Probleme: (1) künstlerische Ansätze und Absichten der Künstler viel zu heterogen (2) kein einheitlicher Stil erkennbar kl. gemeinsamer Nenner aller Definitionen: Betonung liegt auf gedankl. Komponente und deren Wirkung im Vordergrund steht Konzept und Idee Sprache = Element und Grundbedingung künstlerischer Aktivität Ausführung des Kunstwerkes untergeordnete Bedeutung, von Künstlern als nachrangig oder gar als überflüssig erachtet Ausführung muss nicht durch Künstler erfolgen Dokumente wurden von Künstlern nicht als Kunstwerk betrachtet, aber als Elemente, deren ästhetische Neutralität zur Reflexion anregen sollten Kunst wird als spezielle Form von Information aufgefasst oftmals präsentiert in Komb. von Fotografie und Text Konzeptkunst Konzeptkunst für Laien oft schwer zugänglich Auseinandersetzung mit dem Künstlern und seinem Denken muss stattfinden, um Arbeit zu verstehen 1. Ausstellung 1966: Mel Bochner "Working Drawings and Other visible Things on Paper not necessarily meant to be viewed as Art" Entwurfszeichnungen, Skizzen, Notizen und anderes Material von befreundeten Künstlern wurde fotokopiert Exemplare in 4 schwarzen Ordnern gesammelt und auf 4 Sockeln gestellt Vorbild Konzeptkunst Konzeptkunst 1960er: Marcel Duchamp Marcel Duchamp 1913 beginnt Duchamp Marcel Duchamp Sinnhaftigkeit eine rein aufs Visuelle ausgerichtete Kunst in Zweifel Zweifel zu ziehen Vorgeschichte: angetan von Idee d. Kubisten (simultane Darstellung untersch. Perspektiven) wollte zeitl. Aspekt hineinbringen ("Akt, eine Treppe herabsteigend", 1912) wurde von Kubisten aber abgelehnt von sogenannter Avantgarde enttäuscht: "Man dachte an nichts anderes als an den physischen Aspekt der Malerei. Keine Idee von Freiheit wurde gelehrt, nicht der geringste philosophische Gedanke diskutiert. Ich war an Ideen interessiert - nicht nur an visuellen Produkten. Ich wollte die Malerei wieder in den Dienst des Geistes stellen." 2 Strategien gegen das Prinzip des "l'art pour l'art" (Die Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art) (1) enge Verknüpfung von sprachlichen und bild-/objekthaften Elementen (2) Ready-made Ready-made zu (1) "Die Braut von ihren Junggesellen nackt, entblößt sogar", 1915 - 1923 vollendete es nicht visuell kaum entschlüsselbar deshalb: + handschriftliche Notizen, während Arbeit entstanden Erläuterungen zum Großen Glas und andere Ideen lieferte Duchamp Marcel Duchamp in den Textfragmenten der Grünen Schachtel (1934) deckt große Bandbreite von Themen und Ideen ab zu (2) "Fountain" wirft Frage nach Grenze zw. Kunst und Nicht-Kunst auf was Kunst ist, wird zur Frage des Kontextes, in dem Ideen, Objekte, Bilder produziert und wahrgenommen werden Gedanke wird in der conceptual art Konzeptkunst der 60er wiederaufgenommen Hintergrund "Fountain" Duchamp Marcel Duchamp reichte ein handelsübliches Pissoir unter dem Pseudonym Richard Mutt zu einer Ausstellung der "Society of Independent Artists" ein er war selber Mitglied und sogar Mitbegründer der Künstlervereinigung Ausstellungsleitung: "es [könne] sich unter keinen Umständen um ein Kunstwerk handeln" Duchamp Marcel Duchamp trat daraufhin aus, alles war eine Inszenierung sollte auf Frage "Was ist Kunst" aufmerksam machen On Kawara Postkarten-Aktionen verschickte Postkarten mit Zeitangabe, wann er morgens aufgestanden war oder mit Hinweis: "I am sill alive" täglich zwei Postkarten an Freunde oder Bekannte mit Gummistempel aufgetragen Date Paintings, im Januar 1966 gestartet gleichmäßig eingefärbte Bilder, Entstehungsdatum des Werkes vermerkt pro Tag konnten mehrere Arbeiten entstehen, hat er eines am Ende des Tages nicht geschafft, wurde es vernichtet Herstellungsverfahren ist zeit- und arbeitsintensiv One Million Years - Past (1969) Beispiel Victor Burgin Beispiel Roman Opalka Fluxus Fluxus (lat. flux/fluere = fließend, vergänglich), Kunstrichtung, 1960er Jahren Was zählte, war schöpferische Idee Henry Flynt: * 1940 in den USA, Philosoph, Musiker, Künstler, "Anti-Kunst-Aktivist" Sol LeWitt: Künstler der "Minimal art", wandte sich in den 60ern der Konzeptkunst Konzeptkunst zu Gregory Battcock: * 1937, Maler in den 1960er, viel über "Minimal art", Performances und Videokunst geschrieben Lucy Lippard: * 1937 in New York City, US-amerikanische Schriftstellerin, Kunsttheoretikerin und Kuratorin Mel Bochner: * 1940 in den USA, lebt in New York City, Konzeptkünstler, Zeichner, Maler und Kunsttheoretiker