[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein, 1939, Paul Klee
Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein, 1939, Paul Klee
Kunstlehre Paul Klee Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein, 1939, Paul Klee mann-sein.jpg notiert "Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein" erinnert formal an Karte "Hampelmann" "Schöpferische Konfession" (1920), Paul Klee Abschnitt 3: Elemente (grafische) sollen Formen ergeben, ohne sich dabei zu opfern Formen / Gegenstände: meistens aus mehrere Elemente im Zusammenhang Flächen: zueinander in Beziehung tretende Linien (wie Anbilck von bewegten Wasserläufern) unendliche Variationsmgl. durch formale Sinfonie "Am Anfang ist wohl die Tat, aber darüber liegt die Idee" Luther: "Im Anfang war das Wort" (Johannes, Kapitel 1) Abschnitt 4: "Bewegung liegt allem Werden zugrunde" Zeit für Entstehung von Linie über bewegenden Punkt "Zum Verstehen eines Bildwerks gehört ein Stuhl.", Anselm Feuerbach, 1829-1880, dt. Maler (Ermüdung des Körpers bei Betrachtung von Bild entgegenwirken) "Zeitlos ist nur der an sich tote Punkt" Kunstwerk = Genesis (altgr. Schöpfung, Entstehung, Geburt), niemals nur als Produkt erlebt Betrachten von Bild = zeitliche Tätigkeit (Teil für Teil des Bildes wird aufgenommen) "Das bildnerische Werk entstand aus der Bewegung, ist selber festgelegte Bewegung und wird aufgenommen in der Bewegung (Augenmuskeln)" (trifft das auch vollständig auf interaktive Netzkunst zu?) Abschnitt 5: alte Kunst = Dinge, die erlebt wurden, gesehen werden konnten oder gern gesehen worden wären neue Kunst = Relativität der sichtbaren Dinge offenbart (latente Überzahl anderer Wahrheiten als der nur abgebildeten) Gut-Böse-Beziehung Böse = mitschaffende Kraft am Ganzen, Mitfaktor Zeugung und Entwicklung Gleichzeitigkeit Urmännlich (böse, erregend, leidenschaftlich) und Urweiblich (gut, wachsend, gelassen) Urmännlich + Urweiblich = Zustand ethischer Stabilität "Aus abstrakten Formelementen wird über ihre Vereinigung zu konkreten Wesen oder zu abstrakten Dingen […] zum Schluss ein formaler Kosmos geschaffen" Abschnitt 6: Bsp. "Mensch schreitet über Deck eines Dampfers" (1) eigene Bewegung, (2) Bewegung des Schiffes, (3) Bewegung des Wassers, (4) Rotation Erde, (5) Bahn Erde, (6) Bahnen von Monden und Gestirnen, (7) usw. "Ergebnis: ein Gefüge von Bewegungen im Weltall, als Zentrum das Ich auf dem Dampfer" Gefüge von Zuständen des Wachstums (Bsp. blühender Apfelbaum) Gefüge von Funktionen zur Ruhe (Bsp. schlafender Mensch) Abschnitt 7: Polyphonie (altgr. "viel, mehr" und "Stimme"): verschd. Arten der Mehrstimmigkeit Herstellung Ruhe durch Bewegungsausgleich Formfragen: "ausschlaggebend für formale Weisheit, aber noch nicht Kunst" Aufruf: Villegiatur ("Sommerfrische") der Kunst nutzen, Gesichtspunkt wechseln, ablenkende Stärkung vor Rückkehr "zum Grau des Werktags" "Über den Wert der Kritik": Veröffentlichung in Heft, Rundfrage u.a. auch an Max Beckmann u.a. "Besitzt die Kritik Einfluss auf das Publikum?" - "Die kommerzielle Tragweite gebe ich zu" "Wege des Naturstudiums": Festschrift Bauhauswoche (Weimar), August 1923 Kunstkritik Pullmann & Muse "Laissez-faire", 29/30 Kunstlehre Klinger Max Klinger Malerei und Zeichnung, Tagebuchaufzeichnungen und Briefe "Malerei und Zeichnung Radierung jede, auf besondern Principien beruhende Künste seien" "die jede ein Gebiet hat, wo die andre, ohne auf die Dauer sich Zwang Zwang anzuthun, nicht folgen kann" Malerei durch Mittel auf äußere anschauliche Welt, Natur, Harmonie der Gegenstände angewiesen Malerei / Skulptur / Architektur: hauptsächliche Auseinandersetzung mit äußerer Erscheinung Kunstgattung Zeichnung: ohne Farbe, arbeit nur mit Licht "wahre Organ der Phantasie in der bildenden Kunst" Modellierung bei Zeichnung auf ein Minimum beschränkbar undefinierter oder gar kein Hintergrund Zeichnung: bestes Feld, "seine Lebens- seine Weltanschauung nieder zu legen" zu eigenen Arbeiten: "Entweder es ist etwas Künstlerisch werthvolles in meinen Sachen, oder; es ist ein Schein davon drin, und auf diesen hin, als Plakat, werde ich mode."