[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Der Altar des Zeus aus Pergamon, zw. 164 und 156 v. Chr. © Staatliche Museen Berlin
Der Altar des Zeus aus Pergamon, zw. 164 und 156 v. Chr. © Staatliche Museen Berlin
Kopf Buddhas, 4. - 5. Jhd. n. Chr.m gefunden in Hadda
Kopf Buddhas, 4. - 5. Jhd. n. Chr.m gefunden in Hadda
frühchr. Basilika, S. Apollinare in Classe, Pavenna, u, 530 n. Chr.
frühchr. Basilika, S. Apollinare in Classe, Pavenna, u, 530 n. Chr.
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Kunst im 4. Jahrhundert v. Chr. nicht mehr nur religiöser oder politischer Zweck Schönheit und formale Eigenschaften hervorgehoben Wetteifer zw. Schulen Baukunst: mehrere Stile nebeneinander Säulen ionischer Tempel: weniger streng und wuchtig Praxiteles (Bilderhauer griechische Antike) reale Körper <> symmetrisch schöne und regelmäßige Statuen Natur wurde idealisiert menschl. Individuum sollte/konnte damit nicht dargestellt werden (spezielle Form der Nase, Stirnrunzeln, Ausdruck) Mienen ohne Ausdruck bestimmter Gefühle Generation nach Praxiteles: Ausdruck eingeführt (Bsp. Alexander der Große ) hellenistische Kunst neue und ungewohnte Anforderungen an Künstler korinthischer Stil Der Altar des Zeus aus Pergamon, zw. 164 und 156 v. Chr. © Staatliche Museen Berlin pergamon.jpg Altar des Zeus aus Pergamon: dramatische Wirkung Relief nicht flach, mit fast frei stehenden Figuren Bewegtheit, Spannung, Leidenschaft wiedergeben (siehe Laokoon-Gruppe) reiche Leute finden an, Kunst zu sammeln, berühmte Werke kopieren zu lassen Schriftsteller schrieben über Kunst, Biographien zu Künstlern erschienen, Sammlung von Anekdoten wichtigstes Thema zur Zeit des Phidias und Praxiteles (500 v. Chr.): der Mensch Idyll darstellen (Hirten und Herden, ländl. Heiligtümer, freundliche Villen) Bilder jedoch nicht sehr realistisch (Gesetze der Perspektive und ihre Anwendung fehlten noch) entfernte Gegenstände klein, nahe oder wichtigere Gegenstände groß mit zunehmender Entfernung langsame Größenveränderung: im Altertum unbekannt 1. - 5. Jhd. n. Chr. wichtigstes Element der röm. Architektur: Bogen Methoden des Wölbungsbau, Beispiel Pantheon (Tempel aller Götter) Aufgabe von Römern an Künstler: Darstellung Siege und über Feldzüge erzählen / Kriegsberichterstattung Trajansäule wichtig war nicht mehr Schönheit, Harmonie und dram. Ausdruck hellenistische und röm. Kunst verdrängte nach Chr. Kunst der alten orientalischen Königreiche Kopf Buddhas, 4. - 5. Jhd. n. Chr.m gefunden in Hadda buddha.jpg Inder: durch griechische und röm. Kunst inspiriert, eigenen Erlöser (Buddha) darzustellen Judentum: lernte Darstellung der heilligen Geschichte zur Belehrung der Gläubigen je natürlicher Bilder wirkten: Verstoß gegen Bilderverbot virtuoser Effekt / dramat. Szenen (um ihrer selbst willen) nicht mehr wichtig Kunst = Dienerin der Mahnung göttl. Macht und Gnade Forderung nach Klarheit und Einfachheit 5. - 13. Jhd. n. Chr. Christentum durch Kaiser Konstantin anerkannt (311 n. Chr.) Verhältnis Kirche Kunst musste neu durchdacht werden Tempel: kleine Zelle mit Standbild eines Gottes (Opfer und Prozessionen fanden im Freien statt) Kirche: Platz für Gemeinde benötigt frühchr. Basilika, S. Apollinare in Classe, Pavenna, u, 530 n. Chr. basilika.jpg Versammlungsräume / lang gestreckte Säle als Vorbild (Markt- und Gerichtsräume) halbkreisartiges Podium für Vorsitzende der Versammlung oder für Richter Nische/Apsis genutzt als Hochalter Hauptsaal in Mitte für Versammlung Gemeinde (Mittelschiff) in Kirchen: keine Statuen (siehe 5. Buch Mose, 27,15) Streit um Darstellung/Nichtdarstellung in Kirchen einige sahen in Malerei Mittel zum Zweck (Gemeinde wird an Lehre erinnert) Darstellung so einfach wie möglich gehalten, nicht vom frommen Zweck abgelenkt keine naturgetreuen/realistischen Szenen Gestalten in strikter Vorderansicht (ägypt. Ideen kommen wieder zum Vorschein) Bilderstürmer/Ikonoklasten gewannen im 7. Jhd. n. Chr. an Bedeutung in Ostkirche wurde jedwede religiöse Kunst verboten Bildverehrung erst wieder nach 1 Jhd.