[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild
Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild
Totempfahl, Alaska
Totempfahl, Alaska
Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609–2584 v. Chr. © Kunsthistorisches Museum Wien
Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609–2584 v. Chr. © Kunsthistorisches Museum Wien
Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr. © British Museum, London
Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr. © British Museum, London
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild friedrich.jpg Die Kunst der Urzeit, der Primitiven und Altamerikas Anfänge der Kunst: ungewiss Kunst seit 200 Jahren = Luxus, Museen und Ausstellungen vorbehalten, Kostbares, Nutzloses Schnitzen und Malen hatten einst praktischen Zweck Häuser und Hütten sollten vor Witterung schützen, Bilder vor anderen Einflüssen / zum Zaubern Unterscheidung Wirklichkeit und Bild: bei manchen "Primitiven" nicht vorhanden in Hölen in Südfrankreich und Spanien Malereien entdeckt (15.000 - 10.000 v. Chr.) Darstellung von Mammuts, Rentiere, Wisente , wilde Pferde Verhältnis zu Totem (Tierverwandtschaft) Darstellung Wesen Mensch und Tier nicht Schönheit wichtig, sondern Brauchbarkeit (wie zauberkräftig die Darstellung ist) Zweck und Form festgelegt, Künstler sollte nur noch vollenden (mit genug Spielraum) Geschichte der Kunst <> Geschichte technischer Fortschritt Geschichte der Kunst = Geschichte sich wandelnder Vorstellungen und Bedürfnisse Masken: Beziehungen einzelner abgebildeter Teile zueinander wichtig / Einheitlichkeit und ornamentale Harmonie Totempfahl, Alaska totempfahl.jpg Gestalten und Totemtiere der Mythologie als Ornamente darstellen nordamerikanische Indianer: scharfe Naturbeobachtung mit vollständiger Nichtbeachtung des wirklichen Aussehens der Dinge Maske mit Adlerschnabel = Adler Totempfahl heute vieles nicht mehr verständlich (damals schon Konzeptkunst Konzeptkunst?) Kunst für die Ewigkeit (Ägypten, Mesopotamien, Kreta) es führt kein Weg von der Hölenmalerei zur Kunst von heute ungebrochene Tradition vom Meister zum Lehrling, vom Lehrling zum bewundernden Nachahmer wir sind Schüler der Griechen König = göttliches Wesen nach Tod wieder in den Himmel hinaufsteigen himmelwärts aufragende Pyramide sollten vermtl. Weg erleichtern Seele im Jenseits nur existenz, wenn Leib erhalten bleibt Grabkammern gefüllt mit Zaubersprüchen und Gebeten, um Reise ins Jenseits zu erleichtern Pyramide = ältestes Denkmal menschlicher Baukunst Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609–2584 v. Chr. © Kunsthistorisches Museum Wien aegyptischer-koenig.jpg Aussehen vom König durch Bildnisse in Granit erhalten Seele dauert im Bild fort (ägypt. Wort für Bildhauer: "Er, der am Leben erhält") Bildhauer sollte Modell nicht schmeicheln oder flüchtigen Moment Moment festhalten auf Vollständigkeit, nicht auf Schönheit bedacht (erinnert an heutige Landkarten) aufs Wesentliche reduziert, strenge Konzentration auf Grundformen des menschlichen Antlitzes charakteristisch für ägypt. Kunst: Vereinigung von abgezirkelter Regelmäßigkeit und aufmerksamer Naturbeobachtung Bilder solltem "am Leben erhalten" Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr. © British Museum, London garten-nebamun.jpg Darstellung von charakteristischster Seite Seitenansicht: Kopf, Arme (Bewegung), Beine (Bewegung), Bauch Frontalansicht: Auge, Schulter, Oberkörper, Hände mit zwei linken Füßen Wichtigkeit durch Größe der Darstellung gegenüber anderen Personen ausgedrückt Kunstkritik Pullmann & Muse Künstler vs. Kulturschaffender, Kunst machen vs. Kultur machen Kunst = eigener, persönlicher Zugang; wiedersetzt sich Normen Kultur = kollektiver Prozess; sicheres Fortbestehen (Rituale) mit Elend von Menschen Kunst machen ethisch korrekt? "Das Anliegen wird missbraucht, um Kunst zu machen. Die Kunst wird missbraucht um den Missbrauch zu beschönigen." Provokation von Avantgardisten = Werbetricks, um aus der Masse herauszustechen Avantgardist kritisiert gesellschaftl. Wirkungslosigkeit der Kunst Publikum amüsiert, beschimpft zu werden Wirkung von Kunst / Sinn von Kunst Kunst = Ver-rückt-sein der Perspektive zum alltäglichen Leben