[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
The end of analog TV
"The end of analog TV"
Charles Sanders Peirce um 1870
Charles Sanders Peirce um 1870
TV Interventionen Kurs TV Interventionen Vorbereitung Vortrag über "Philosophie des Fernsehens", Oliver Fahle und Lorenz Engell Systemtheorie: "basale Selbstreferenz" (auf ein Ereignis folgt mit Bestimmtheit ein zweites, oder geht ihm voraus, oder ist zugleich mit ihm gegeben) Bsp: Eintreten eines Ereignisses (wie erste Folge einer neuen Serie, Unterbrechung des Programms) ist selbst ein Ereignis "Der Fernseher fällt aus, und ich erschrecke; nicht wegen des dunklen Bildschirms, sondern wegen des Eintreffens von überhaupt irgend etwas. Das Fernsehen kann so hervorragend statt von eigentlichen Ereignissen von deren bloßer Ankündigung leben." Ereignisse vergehen im Moment Moment des Eintretens wieder, keine zeitliche Erstreckung Ende ist ein Ereignis (kein Zustand) dem Ereignis liegt die Endhaftigkeit oder Endlichkeit zugrunde Überwindung / Aussetzung der Endlichkeit im Fernsehen: durch ein Aneinanderreihen von Ereignissen Ereignis wird zum Programmfluß / Ereigniskette findet unendlich lange statt Ende eines Ereignisses ist wiederum ein Ereignis (für ein "richtiges" Ende darf dieses Ereignis kein Grundstock für Beginn und Eintreten eines neuen Ereignisses sein) Ende des Fernsehens: wäre ein Selbstreferenz-Unterbrecher Ereignis Endes: nicht anschlußfähig, nicht selbstreferentiell, nicht wiederholbar, unverknüpfbar, nicht fortsetzungs- oder wandlungsfähig [verwirrt] "The end of analog TV" ende-tv.jpg Ende wäre Ereignis der Unmöglichkeit Abschnitt "Wirklichkeits- und Möglichkeitsaspekt" Paradoxie: eine Aussage, die scheinbar oder tatsächlich einen unauflösbaren Widerspruch enthält jedes Ereignis benötigt ein System wenn System aufhören soll zu existieren, muss Ereignis in anderem System weiterexistieren (wie als Gedanke im Bewußtsein von Zuschauern) Ende im eigenen System nicht möglich System, welches das eigene Ende bemerkt, erleidet das Ende (kann also folglich nicht das Ende sein) [verwirrt] Kapitel "Das Ende als Zeichen" Systemtheorie beschäftigt sich wenig mit der Endlichkeit des Systems Unterpunkt bei Systemtheorie: Zeichentheorie (Wissenschaft, die sich mit Zeichensystemen aller Art befasst) Zeichen = kleinste Einheit in einem System Charles Sanders Peirce um 1870 charles-sanders-peirce.jpg Charles Sanders Peirce Zeichen (nach Peirce) nur denkbar als Nachfolger ihnen jeweils vorausgehender Zeichen und als Voraussetzung ihnen jeweils nachfolgender Zeichen ergeben deshalb Bedeutung und Sinn Zeichen sind zeitlich Zeichen in Vorgänger-Nachfolger-Relation: "rhematische" Zeichen Zeichen als Teil einer Kausal- oder Finalkette: "dicentische" Zeichen (produzieren "geschlossene" Zusammenhänge) Interpretanten des ersten Zeichens: alle Zeichen, die vorausgesetzte Zeichen aufnehmen, fortsetzen, reproduzieren, verändern oder weiterführen Sinn der verhergehenden Zeichen = darauffolgendes Zeichen, welches dadurch Sinn erhält Bsp. Film: alle Bilder bekommen ihren Sinn im letzten Bild (danach kommt nichts mehr) Fernsehen: letztes Bild gibt es nicht "Wie schafft es ein System von Zeichenereignissen, wie das Fernsehen eines ist, sich selbst ein Ende zu setzen, vom Jenseits dieses Endes her auf sich zurückzusehen, sein Nicht-mehr-sein-Können ins Auge zu fassen und, zurückgeeilt, sich im gegenwärtig ablaufenden Zeichenprozeß als Zeichen und als Ereignis zur Verfügung zu stellen?" Lehre vom Interpretanten: Zeichenkette kennt keinen Abschluß, letzte Zeichen sind so unmöglich wie letzte Ereignisse, und genauso wie ein Ende der Zeit selbst Der finale Interpretant sagt, wie unendliche Zeichenkette weitergehen wird (damit schließt er ein weiteres Nachdenken aus) Kapitel "Des Fernsehens letztes Zeichen" finale Interpretant (wie beim Reporter "This is the End"): in genau diesem Augenblick überzeugend, nachträglich jedoch fehlbar Prüfung der Endlichkeit des Fernsehens: Endereignisse im Fernsehen weisen charakteristische Verdoppelung auf das mögliche Ende bewegt sich neben einem realen Weiterlaufen der Ereignisse und in einem spürbaren Spannungsverhältnis zu ihnen möglicher Systemzustand <> wirklicher Systemzustand "Gleichzeitigkeit des Verschiedenen": zwei parallel laufende Ereignisketten (wie im Live-Fernsehen) Ergebnis: (1) Ende des Fernsehens ist immer ein Ereignis des Fernsehens selbst (nie außerhalb des Fernsehens angesiedelt) (2) Fernsehen kann nur möglichen realen Weiterverlauf aufzeigen (3) anderes als bei Romanen und Filmen: bei TV Ende niemals am Ende zu finden (sondern im Lauf der Ereignisse) (4) Ereignis des Endes und Ende des Ereignisses treffen gleichzeitig ein ("Möglichkeits- und Wirklichkeitsperspektive sowie dynamischer und finaler Interpretant müssen nebeneinander und nicht nacheinander auftreten") (5) Ende des Fernsehens nur durch Einbruch aus der Außenwelt möglich "Die einzige Möglichkeit des Fernsehens zu enden ist, auf sein Ende zu reflektieren - immer vorausgesetzt, es tritt nicht ein." [verwirrt]