[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Philosophie des Fernsehens, Oliver Fahle und Lorenz Engell
"Philosophie des Fernsehens", Oliver Fahle und Lorenz Engell
RBI, Auslandssender des Rundfunks der DDR, 2.10.1990 (Verabschiedung Radiosender und DDR)
RBI, Auslandssender des Rundfunks der DDR, 2.10.1990 (Verabschiedung Radiosender und DDR)
DFF1 (staatlichen Fernsehprogramm) Closedown 1990
DFF1 (staatlichen Fernsehprogramm) Closedown 1990
Sylvesternacht, Leinwand vor Brandenburger Tor
Sylvesternacht, Leinwand vor Brandenburger Tor
TV Interventionen Kurs TV Interventionen Vorbereitung Vortrag "Philosophie des Fernsehens", Oliver Fahle und Lorenz Engell philosophie-des-fernsehens.jpg Abschnitt "Das Ende des Fernsehens" Im Fernsehen enden Dinge selten eher Verweise, wie es in Sendung, in Folge, in Ausgabe weitergeht Fernsehen gilt als endlos (Serialität), im Gegensatz zum Film oder Buch (mit Schluss) Serialität = Grundkozept "Bilder der Endlichkeit" Beispiele für End-Ereignisse im Fernsehen (1) 2. Oktober 1990, 23.59 Uhr: DDR-Fernsehen verabschiedet sich von Zuschauern (0.00 Uhr mit bundesdeutscher Flagge und gemeinsamer Nationalhymne neue Zeit eingeleitet) End-Ereigniss wurde inszeniert mit direktem Übergang zur neuen Phase um Null Uhr Ereigniss vermittelt: vorher televisive Inszenierung, nach Verabschiedung vom Fernsehen "kam der Atem der Geschichte selbst" (wiederum im Fernsehen) End-Szenarium nicht eingetreten: Teile des DDR-Fernsehens wurden übernommen (Serien und Akteure) RBI, Auslandssender des Rundfunks der DDR, 2.10.1990 (Verabschiedung Radiosender und DDR) rbi.jpg DFF1 (staatlichen Fernsehprogramm) Closedown 1990 dff1.jpg (2) 11. September 2001: Reporter mit Ausspruch "This is the end" (World Trade Center) Reporter mit Verweis auf Tote, auch mit Erwartung des eigenen Todes, dem Ende der Live-Übertragung und damit das Ende der Welt "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola (US-amerikanischer Regisseur und Produzent) End-Szenarium nicht eingetreten: Reporter und Live-Übertragung überlebten, WTC wird (anders) wieder aufgebaut, Welt dreht sich weiter Möglichkeit vom Ende der Aufzeichnung existierte jeweils nur in kurzem Augenblick (3) weitere Beispiele: Fernsehmoderator tötete sich durch Kopfschuß vor laufender Kamera selber Beispiele mit Adriano Celentano (it. Sänger, Schauspieler, Musik-, Film-, und Fernsehproduzent) (a) forderte einmal Zuschauer zum Abschalten des Fernsehens auf, (b) schaltete Studiolicht aus, (c) verließ die Bühne Beispiel Ernie Kovacs (50iger Jahre) Sylvesternacht, Leinwand vor Brandenburger Tor sylvester.jpg Beispiel Sylvesternacht Brandenburger Tor: Monitorwand bricht zusammen, während auf den zusammenbrechenden Monitoren genau dieses Bild zu sehen ist Ende vom ganzen Fernsehen und Ende von einer seiner Formen Frage nicht "Was kommt nach dem Fernsehen" sondern "Kann das Fernsehen ein Konzept des eigenen Endes entwickeln?" unendliche Fortdauer durch Iteration (lat. iterare "wiederholen") und Variation dynamische kontinuierliche Umfornung, schlichte Wiederholung, Reihung Serialität bedeutet Unendlichkeit wenn Serialität wichtiger Grundzug des Fernsehens, kann Ende nicht erörtert werden Ende nur in Verbindung mit Fernsehen = Live-Übertragung möglich klassisches Fernsehen: Rituale der Beendigung (wie Nationalhymne zum Sendeschluss) heute existiert kein Sendeschluss mehr Ende <> Ende Sendung, Programm, Abend Ende = im Laufe der Geschehnisse ein abrupter Schluss (wie Abbruch Live-Übertragung oder Aufforderung zum Ausmachen des Geräts), Ereigniss aus Außenwelt bricht in Fernsehen ein Kapitel "Das Ereignis des Endes und das Ende des Ereignisses" Hat das Fernsehen ein Konzept vom Ende? Kann sich Fernsehen selber in Frage stellen? Fernsehen als System begreifen, mit Möglichkeit Frage vor dem eigentlichen Ende zu stellen "Re-Entry" (Erkenntnistheorie), Spencer Brown Vorstellung: System verlässt sich selber, betrachtet sich als Ganzes von außen und kehrt mit Ergebnis Beobachtung seiner selbst in sich re-importieren, Konzept seiner selbst entwickeln temporales System = System mit Anfang und Ende Fragestellung: Kann Fernsehen ein temporales System sein? (weiter ab S. 143)