Denis Luce | Marwin Rüffer + Carla Orthen: DAS HGB-EXPERIMENT, 2009

I KONZEPT

Die Künstler Denis Luce, Marwin Rüffer und die Kunstwissenschaftlerin Carla Orthen verbindet das Interesse an den Funktionen von Raum, Gesellschaftssystemen und Rollenverteilungen im Kunstbetrieb. Nichts lag also näher, als das Projekt ZWEIPLUSEINS selbst zum Ausgangspunkt zu machen.
Das HGB-Experiment stellte folgende Fragen:

Das Projekt ZWEIPLUSEINS – eine Versuchsanordnung ...

Mit Christin Lahr, Beatrice von Bismarck und Joachim Blank waren drei Professoren der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig die Initiatoren des Projekts. Sie wählten Studenten aus Medienkunstklassen und Grundstudium in Zweierkonstellation aus und luden freiberufliche Kuratoren für die Projektbetreuung ein (PLUSEINS). Der Ausstellungsraum in der Ackerstraße ist ein Gemeinschaftsraum des Künstlerhauses am Acker! e.V.. Das Haus wurde in den 1980ern von einer Initiativgruppe aus Künstlern, Kunsthandwerkern und Kunstwissenschaftlern des ehemaligen Ost- und Westberlins und der Leipziger Kunstszene erst besetzt, dann gekauft und in Selbsthilfe saniert. Das Galerieprogramm war anfangs von der »Ost-West-Konfrontation« der Vereinsmitglieder geprägt. Im Laufe der Jahre bot die nichtkommerzielle Galerie Gastkuratoren und -künstlern eine experimentelle Plattform. Inzwischen steht die Kooperation mit Kunsthochschulen und Studenten im Mittelpunkt des Ausstellungsgeschehens.

...
mit vielen Unbekannten:

ZWEIPLUSEINS =

II REALISIERUNG

Das HGB-Experiment war ein Selbstversuch in drei Phasen:

1. Research
Zuerst besuchten wir ausgewählte Produzentenräume, Künstlerinitiativen und Galerien in Berlin, um deren Programme und Strukturen kennenzulernen.
Interviewt wurden:

2. Ausstellung
Die per Ton aufgezeichneten Gespräche waren das Basismaterial für die künstlerische Umsetzung in der Ausstellung. Sie wurden schrittweise

3. Begleitprogramm
Die Ausstellung war Treffpunkt und Diskussionsgrundlage für Gesprächsrunden mit eingeladenen Gästen:

III EVALUATION
Das HGB-Experiment sorgte für vielfältige (Selbst)Reflexionen, lebendige Netzwerkerweiterungen und wird unter neuen Konstellationen an anderen Orten fortgesetzt werden.

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