Boris Nieslony und Ralf Samens

Das Gespräch

Im Anschluß an das Symposium werden die Teilnehmer aus Leipzig die Möglichkeit haben, die Veranstaltung mit ihren Themenschwerpunkten, Positionen und Kontroversen intensiv zu diskutieren. Dazu laden die zwei Performer und Plastiker Boris Nieslony (Köln) und Ralf Samens (Bern) an einen "runden" Tisch in den Lichthof der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig. An und auf dem Tisch im Lichthof werden Boris Nieslony und Ralf Samens mit Beteiligten und Interessierten die Gleichzeitigkeit zwischen bildnerischem Setzen und sprachlicher Analogie zur Anschauung bringen: Die Skulptur ist die Anschauung des Denkens als Performance.


Boris Nieslony ist Mitbegründer von ASA European (Art Service Associacion und Black Market. Seit dem Ende der 70er Jahre ist ein wesentlicher Teil seiner künstlerischen Arbeit das Initiieren, Provozieren und Begleiten von Gesprächen. Die Diskussionsrunden, zu denen Nieslony regelmäßig einlädt, binden die Teilnehmer unmittelbar in den Handlungsrahmen ein. Nieslonys individuelle künstlerische Leistung ist die Rolle des Gastgebers, des Initiators für gemeinschaftliche Erfahrungsprozesse, die zu künstlerischem und theoretischem Austausch und mitunter zu neuen Kooperationen führen.


Ralf Samens war Mitgründer der Künstlergruppe Material und Wirkung und hat in den Jahren danach mit Benny Gutmann unter dem Logo Ben & Sam in den Zwischenbereichen Performance, Aktion und öffentliche Skulptur gewirkt. Ihre Auftritte waren und sind in den verschiedensten Situationen und Lokationen wie in Banken, Kaufhäusern und Fußballstadien, und beziehen teilweise das ganze Stadtgebiet ein. Ben & Sam visualisieren in ihrer Arbeit analytische und kommunikative Prozesse. Sprache und Bild sind in ihrem Verständnis performativ zu bearbeiten, um den Abrutsch in das Produkt zu vermeiden. Ralf Samens leitet in Bern/CH die Stadt-Galerie.