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Pottwalsektion
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Biografie
1965 geboren in Saalfeld / Thüringen
1985 Arbeit als Sektionsgehilfe in der Pathologie
1985 - 1986 Arbeit als Krankenpfleger in Dresden
Abendschule der Hochschule für Bildende Künste Dresden
1986 - 1987 Wehrdienst bei der NVA
1987 – 1992 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
1989 DAAD Stipendium an der Akademie der Bildenden Künste München
1991 Förderpreis des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft
1992 Diplom als Bildhauer an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
1992 Sonderpreis des Freundeskreises der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Gründung des Kunsthauses und der Produzentengalerie Pratschwitz
1992 - 1998 freischaffender Bildhauer in Dresden
1995 Alpenüberquerung mit dem Maler Henry Puchert,
seitdem Beschäftigung mit Landschaftszeichnung
1996 - 1997 Arbeit in der Anatomischen Sammlung der HfBK Dresden,
Studien zur Anatomie und Morphologie der Säugetiere und Vögel
1998 Berufung an die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig als Dozent für
Anatomie und figürliches Zeichnen
1999 Aufbau einer eigenen anatomischen Sammlung,
Herstellung zahlreicher Skelettpräparate
Bildkünstlerische Arbeiten zum Tierskelett
2002 Bergung und Skelettpräparation eines gestrandeten Pottwals
2004 Professur für Künstlerische Anatomie und Zeichnerisches Naturstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Statement
Das Fach „Anatomie und Morphologie“ gehört zum interdisziplinären Grundlagenstudium an der HGB und ist ein zentraler Bestandteil des Naturstudiums. Es bietet die Möglichkeit anatomische Sachverhalte zu begreifen und eine entsprechende bildnerische Umsetzung zu erproben.
Die Interpretation der Natur durch die Kunst ist im Gegensatz zur Wissenschaft kein objektiv analytischer Prozess und verläuft dementsprechend weniger gradlinig. Das künstlerische Naturstudium ist geprägt vom subjektiven Verhältnis zum Gegenstand. Das Wissen um anatomische Form- und Funktionszusammenhänge kann dabei einen Einstieg in die faszinierende Formenwelt der lebendigen Gestalt sein und Impuls und Anregung für das eigene bildkünstlerische Schaffen geben. Dabei zeigt sich, dass organische Formbildung und künstlerische Formfindung wesensverwandt sind, oder sich zumindest sehr nahe stehen. In den vielfältigen Vorgänge der Morphogenese widerspiegelt sich etwas Exemplarisches, das sich den Schematas von figürlich und nichtfigürlich, gegenständlich und abstrakt entzieht. Das Wirkungsfeld der „Künstleranatomie“ geht weit über die Proportionslehre und das Aktzeichnen hinaus und kann dem Suchenden unabhängig vom künstlerischen Medium neue Einsichten in scheinbar Vertrautes bieten.
Weitere Informationen
Ausstellungen Veröffentlichungen
Links
Website Ingo Garschke
Weitere Bilder
 1. Atelier 1998
 2. Erosion 1 2007, Tusche, 122x172 cm
 3. Erosion 2 2007, Tusche, 122-172cm
 4. Schmelze 2007, Tempera, 110x172cm
 5. Reiher 2005, Tempera, 40x30cm
 6. Kaninchen 2008, Tempera, 40x30cm
 7. Vogel 2008, Tempera, 40x30cm
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