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Minhye Chu: Kurzfilm "Fair Grounds" mehrfach ausgezeichnet

Minhye Chu, Studentin in der Klasse für expanded cinema von Prof. Clemens von Wedemeyer an der HGB, erhielt für ihre Einreichung bei dem Leipziger Kurzfilmfestival Kurzsuechtig eine „lobende Erwähnung“. Im Festivalprogramm lief der Film im Wettbewerb Experimental gemeinsam mit neun weiteren Filmen.

„Fair Grounds“ dokumentiert den Abbau des Riesenrads am Leipziger Augustusplatz im Dezember 2017. Für acht Minuten folgt er einem einzelnen Arbeiter, der die Metallkonstruktion mit den immergleichen Handgriffen für die einzelnen Segmente auseinandernimmt. Obwohl dieser Vorgang aus harter, körperlicher Arbeit besteht und acht Stunden in der Nacht dauert, wird er durch das Entfernen der Hintergrundgeräusche und das Arrangement der Aufnahmen zu einer rhythmischen Partitur. Der Arbeiter scheint zu schweben und eine Choreographie aufzuführen. „Fair Grounds“ beleuchtet einen Prozess, der normalerweise nicht wahrgenommen wird und verwandelt das Riesenrad von dem üblichen, plötzlich erschienenen Ergebnis in eine flüchtige Konstruktion.

Der Film erhielt außerdem bei den 25. Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg den Architekturfilmpreis in der Kategorie Architekturfenster. Die Jury berief sich auf die komplexe Einfachheit, die
ökonomische Herangehensweise und die poetische Bildkraft im Werk.

Zur Website der Künstlerin: www.minhyechu.de