Infobrief 4

Der /D/O/C/K/ Projektbereich der HGB beschäftigt sich seit dem Frühjahr 2000 mit möglichen Funktionen und Aufgaben einer Hochschulgalerie. Während die Galerie an der HGB bis zum Herbst 2001 geschlossen ist, entwickelt das /D/O/C/K/ zusätzliche Definitionen von Galeriearbeit und präsentiert Zwischenergebnisse an verschiedenen Orten außerhalb Leipzigs (Dresden-Berlin-Projekte). Das /D/O/C/K wird künftig unter der Leitung von Prof. Beatrice von Bismarck und Alexander Koch mit Studierenden der HGB und eingeladenen Gästen (KünstlerInnen, KuratorInnen u.a.) einen Teil der Galeriearbeit der HGB übernehmen.

Januar 2001

Seit Oktober 2000 arbeiten zwölf Studierende verschiedener Fachrichtungen gemeinsam mit dem in Berlin lebenden Künstler Christian Jankowski an einem Projekt, bei dem individuelle Wunschvorstellungen zum eigenen künstlerischen Werdegang im Vordergrund stehen. Begleitet wurde das Projekt durch Theorieseminare, Exkursionen und Videovorführungen zum Thema "Selbstpositionierungen/Selbstinszenierungen -- Behauptungs- und Durchsetzungsstrategien im Kunstfeld" (Prof. Beatrice von Bismarck).

Im Zentrum der Zusammenarbeit zwischen Christian Jankowski und dem /D/O/C/K steht die Imagination einer künftigen Rolle/Identität/Positionierung/Karriere als KünstlerIn. Welche Bedingungen und Handlungsspielräume, welche Hoffnungen und Zwänge sind mit einer kommenden Existenz als KünstlerIn verbunden? Solche Fragen werden im Rahmen des Projektes zur Aufführung gebracht. Sie entzünden sich an dem inszenierten realen Zusammentreffen mit einer persönlichen "Schlüsselfigur zum eigenen Glück".

Die zwölf ProjektteilnehmerInnen haben sich solche Schlüsselfiguren (signifikante Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur) gesucht und zu einem Treffen vor laufender Kamera eingeladen. In zwölf Begegnungen, deren Ablauf und Gesprächsführung von den Studierenden in zuvor geschriebenen Dialogen festgelegt wird, werden Rollenspiele in Szene gesetzt, in denen sich die üblichen Hierarchien einen Moment lang aufzulösen scheinen und die individuellen Wunschvorstellungen - mal mit ironischen oder kritischen, mal mit utopischen Untertönen - in Erfüllung gehen...

Die Dreharbeiten und eine erste Präsentation sind für März in der Galerie Klosterfelde (Berlin) geplant. Die produzierten Videos werden voraussichtlich Christian Jankowskis Beitrag für die diesjährige Berlin-Biennale sein.


Eine Dokumentation dieses Projekts finden Sie unter Projekt 2 - Selbstpositionierungsstrategien im Kunstfeld


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