"Aus meiner Erfahrung unterscheidet sich die Projektgruppe deutlich von anderen bestehenden Gruppen. Sie ist interdisziplinär und (was die Fachbereiche und Semester betrifft) heterogen zusammengesetzt mit einer Struktur, die ich "nicht-hierarchisch" nennen möchte. Sie will weniger für sich selber, als für andere eine Plattform schaffen und nutzt die Möglichkeit, Strukturen zu gestalten."

"Das Projekt will eine Spezifik entwickeln, die sich nicht in einer Imitation bereits gängiger Inhalte und Methoden erschöpft. Das beinhaltet auch eine Kritik an starren Strukturen und an Konkurrenzdenken."

"Wir suchen Kontakte zu einem realen Kunstfeld außerhalb Leipzigs und knüpfen dabei Verbindungen, die über die Projektarbeit hinaus wichtig bleiben. Ungewöhnlich ist dabei die Chance, an einer Neubestimmung der HGB-Galerie mitzuwirken und damit inhaltliche und strukturelle Entwicklungen anzuschieben. Die Legitimation dazu entsteht für uns aus der Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Tendenzen institutioneller und selbstorganisierter Theorie-Praxis-Verknüpfung."

"Die Projektarbeit zeichnet sich durch eine Offenheit aus, die es möglich macht, daß ausgehend von einer Kerngruppe weitere TeilnehmerInnen kommen und gehen können."

"Nach meinen bisherigen Erfahrungen findet ein weit über dem in Seminaren und Vorträgen üblichen liegender Austausch statt. Die Projektgruppe ist eine Bereicherung in vieler Hinsicht: Kennenlernen von neuen Positionen und Denkansätzen / künstlerischen Ansätzen innerhalb der HGB, Kennenlernen von Personen und Meinungen, die im Diskurs um zeitgenössische Kunst in Deutschland meinungsbildend sind, Erweiterung meines persönlichen Kunstbegriffs."

"Ein theoretischer Hintergrund der Arbeit ist erwünscht und vorhanden."

"Ich habe das Gefühl, die Gruppe ist sehr offen, neuen Denkansätzen gegenüber aufgeschlossen und bereit, zu diskutieren, zu formulieren und zu hinterfragen."

"Nach der theoretischen Auseinandersetzung nahmen wir mit den Exkursionen nach Dresden und Berlin Fühlung mit der Wirklichkeit auf und trafen vor Ort Studierende, Projektgruppen, Ausstellungsmacher und Künstler. Dadurch konkretisierte sich unser Bild, wie selbstorganisierte Strukturen arbeiten können, wie die zeitgenössische Kunstszene zusammenhängt und aus welchem Umfeld mittlerweile größtenteils institutionalisierte Querdenker stammen."

"Wir bewegen uns auf einem Feld, das anders ist als das bisher gewohnte. Wir versuchen, zwischenzeitig Abstand zu unserer bisherigen Arbeit zu nehmen und uns mit neuen Fragen zu konfrontieren. Wir wollen nicht einfach "Kunst ausstellen". Wir wollen Theorie und Praxis, Analyse und Vision miteinander verbinden und kommunikative Prozesse, Informationsaustausch beginnen."

Uli Gebert, Francis Hunger, Silke Koch, Nane Müller, Regine Müller-Waldeck, Britt Schlehahn, Sascha Schniotalla, Juliane Wenzl

 

 


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