Dieter Daniels :: Kunst als Sendung
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Summaries

Erster Teil :: Erstes Kapitel :: Bilder und Signale
Anhand von drei Fallstudien untersucht dieses Kapitel verschiedene Bezüge zwischen der Geschichte der Malerei und den Anfängen der Nachrichtentechnik: 1. die parallele Entstehung des öffentlichen Museums in Gestalt des Louvre und der Telemedien in Gestalt der optischen Telegrafie, die beide für gesellschaftliche Utopien im Kontext der Französischen Revolution stehen, 2. wie die beiden Maler Morse und Daguerre zu Medienerfindern werden und dabei ihren ganz persönlichen, künstlerischen Motiven treu bleiben; 3. ein Historienbild von Manet, das zeitgleich mit dem Beginn der transatlantischen Telegrafie entsteht, als Beispiel für die Konkurrenz von Medien und Malerei. Die heute durch Fernsehen und Internet selbstverständliche Synthese von Bildtechniken und Telemedien wird somit einer archeologischen Quellensuche unterzogen. Diese macht in den ersten beiden Fällen ganz unterschiedliche Faktoren der Technikgenese deutlich, die von politischen Umwälzungen bis zu persönlichen und künstlerischen Fragestellungen reichen. Am Beispiel Manets zeigt sich sodann die Wechselwirkung zwischen Kunst und Medien mit ihren Auswirkungen für das Geschichts- und Weltbild.

Erster Teil :: Zweites Kapitel :: Fiction und Science
Gegenüberstellungen dichterischer und künstlerischer Zukunftsvisionen mit den entsprechenden technischen Entwicklungen der Jahre 1870 bis 1880 sollen die Wechselwirkungen zwischen diesen beiden Bereichen aufzeigen. Die Sprachwiedergabe des Phonographen von Thomas Edison wird in einem ihm gewidmeten Roman von Villiers de l'Isle-Adam fortgeführt bis zur künstlichen Intelligenz. Erst damit wird die Reichweite dieser Erfindung erahnbar. Die ersten Entwürfe zu einer Television von Paul Nipkow und anderen werden in den Karikaturen Albert Robidas bereits in ihrer vielfältigen kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung als zukünftig-alltägliches Medium vorgeführt. In beiden Fällen gehen die künstlerischen Visionen weit über den Stand der Technik hinaus und bilden damit zugleich Anregung und utopistische Motivation für deren Weiterentwicklung. Bis heute besitzt Science Fiction eine solche inspirierende Rolle für die faktische Medienentwicklung. Beispielsweise wird der Begriff "Cyberspace" von dem Science-Fiction-Autor William Gibson geprägt.

Erster Teil :: Drittes Kapitel :: Prophezeiung und Poesie der drahtlosen Welt
Wurden bisher zumeist die direkten Verbindungen und Analogien zwischen Medien und Künsten untersucht, so geht es im Folgenden um die Beziehung zweier Felder, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben: die technische Vorgeschichte des Rundfunks und die Avantgarde zur Zeit des Kubismus und Futurismus. Erneut bestätigt sich dabei die bereits im Falle Villiers' und Edisons erkennbare Einteilung: In den USA entsteht die Medientechnik, und aus Europa stammt die Reflektion ihrer Wirkungen. In der Zusammenschau lassen beide Felder eine Antizipation der zukünftigen prägenden Rolle audiovisueller und elektronischer Massenmedien für die Kultur erkennen. Eine zentrale Bedeutung kommt dabei dem Phänomen der Simultaneität zu.

Erster Teil :: Viertes Kapitel :: Hörer und Sender
Im Unterschied zu den vorangegangenen Kapiteln konzentriert sich das folgende auf die Medienentwicklung und wagt einige neue Thesen zur Entstehung des Radios sowie einen Ausblick auf die elektronische Vernetzung. Erst vor diesem Hintergrund werden im zweiten Teil des Buchs auch die entsprechenden Bezüge zur Kunst verdeutlicht, die dann jedoch weit über eine bloße Analogie oder Parallele hinausreichen.

Zweiter Teil :: Medien, Masse und Moderne
Hier beginnt eine zweite Reise durch die teils schon durchquerten Felder der Interferenz von Künsten und Medien, doch mit einem anderen Programm und in anderer Gesellschaft. Anstelle der bisher dargestellten Praxis von Kunstwerken und Medieninventionen soll nun die Theorie dazu im Vordergrund stehen. Dem Programm von Thesen statt Taten entspricht die neue Reisebegleitung von Geisteswissenschaftlern und Kunsttheoretikern, sowie Zeugnissen zum Selbstverständnis der Künstler. Alle haben sich unter dem Zeichen versammelt, das mit grossen Lettern "Die Moderne" verkündet, ohne das klar ist, ob es sich um ein Ortsschild oder einen Wegweiser handelt. Im Verlauf der Reise soll deutlich werden, wie von Baudelaire über Benjamin bis Adorno sich dieser Begriff der Moderne implizit oder explizit auf die Wirkung der Medien bezieht.

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