EINE GESCHICHTE DER KUNST

02.Einflüsse frühchristlicher und byzantinischer Kunst


Last update: 24.03.1998


1.) Frühchristliche Kunst

Geschichte

Christentum anfangs staatsfeindliche Religion, Kulthandlungen in den Katakomben.

313 Toleranzedikt von Kaiser Konstantin in Mailand wurde das Christentum eine gesetzlich anerkannte Religion und stand gleichberechtigt neben den anderen heidnischen Religionen. Weg frei zur Entwicklung einer eigenen christlichen Kunst.

391 erhob Theodosius, der letzte Kaiser des gesamtrömischen Imperiums, das Christentum zur alleinigen Staatsreligion. Schließung der heidnischen Tempel, Ausübungsverbot jeglicher heidnischen Kulte.

Im Jahr 395 Teilung des Imperium Romanum in ein Oströmisches und ein Weströmisches Reich.

Karte Ost- und weströmisches Reich

im oströmischen Reich entwickelte sich die christliche Kunst nach eigenen Stilgesetzen als byzantinische Kunst, die sich erheblich von der westlichen christlichen Kunst unterscheidet. Das orthodoxe Christentum verbindet sich hier mit der griechischen Kulur, mit römisch-antikisierenden Formen ,n mmt aber bedingt durch seine Ostlage, viele orientalische Einflüße aus dem Nahen Osten und aus Persien auf.

Architektur

Bau christlicher Gotteshäuser, Orientierung entweder am Zentralbau oder am Längbau.

Basilika

Die Maxentiusbasilika

Maxentiusbasilika Rekonstruktion der Maxentiusbasilika

Konstantin der Große, 315 n. Chr.

Maxentiusbasilika, Detail

Rezeption der Maxentiusbasilika

Leon Battista Alberti: St. Andrea, Mantua

Christliche Basiliken

Schrägansicht Alt St. Peter Aufriß und Grundriß Basilika: Alt-St.Peter

Innenansicht Basilika (Alt St. Peter) Innenansicht San Giovanni in Laterano

Santa Maria Maggiore, Rom Santa Sabina,Rom, um 430 n.Chr.

Zentralbau

Rom, Santa Costanza, 4. Jh. Grundriss/Aufriß Innenansicht

Mailand, San Lorenzo Maggiore, 355-372 San Lorenzo Maggiore, Grundriss

2.) Byzantinische Kunst

Geschichtliches

im Jahr 326 legte Konstantin auf dem Boden der alten Stadt Byzanz den Grundstein z einer neuen Stadt, die ein zweites christliches Rom werden sollte. Die neue Stadt 330 eingeweiht, zu Ehren des Kaisers Konstantinopel genannt. Mit der Verlegung der kaiserlichen Residenz 330 nach dem Osten entstand hier ein neues Zentrum politischer Macht und künstlerischen Glanzes.

Byzantinische Kunst gab es bis zum Untergang des Oströmischen Reiches. Am 29. mai 1453 eroberte der türkische Sultan Mohammed II. Konstantinopel

Drei Epochen:

Frühbyzantinische Kunst etwa 400-726

mittelbyzantinische Kunst etwa 800-1000

die spätbyzantinische Kunst etwa 1200-1453

Baukunst

Byzantinische Architektur erlebte ihre Blüte unter Kaiser Justinian (* 482, Kaiser seit 527- 11.Nov.565). Neben der einfachen Basilika ohne Querschiff gewinnt der Zentralbau immer mehr an Bedeutung. Er kann ein Quadrat sein, eine Ellipse, ein Oktogon, oder ein griechisches Kreuz. Über dem Zentralraum meistens eine Kuppel, als Hänge- oder Pendentifkuppel gebildet (Hagia Sofia)

Im Bereich der griechisch- orthodoxen Kirche auf dem Balkan und in Russland hat sich die byzantinische Kunst fast unverändert in der Form erhalten, wie sie sich unter Kaiser Justinian ausgebildet hat.

Hagia Sofia, Konstantinopel, 532-537 erbaut Hagia Sofia, Außenansicht

Hagia Sofia, Grundriss Hagia Sofia, Schnitt

San Vitale, Ravenna, 526-547 (Innenansicht) San Vitale, Grundriss

San Vitale, Außenansicht

Skulptur

Blattkapitell Ravenna, San Vitale

Kathedra des Erzbischofs Maximianus, um 510

Malerei

Kaiser Justinian mit Gefolge; Ravenna , San Vitale

Kaiserin Theodora mit Gefolge

Buchmalerei

Miniatur aus der Wiener Genesis,um 550 Joseph und die Fau des Potiphar, Wiener Genesis

Byzantinischer Bilderstreit (726-843)

Als 726 der byzantinische Kaiser Leo III. den religiösen Bilderdienst verbot, Vernichtung aller Bilder in den Kirchen und Klöstern, vernichtete nahezu alle bis dahin entstandenen "iconica", kostete auch vielen Menschen das Leben. Ikonodulen (Bilderverehrer) und Ikonoklasten ((Bilderstürmer) standen sich oft in einem blutigen Machtkampf gegenüber. erst . Erst 843 machte die Kaiserinwitwe Theodora dem Streit ein Ende. Die Ikonenmalerei verbreitete sich darauf von Konstantinopel aus vor allem auf dem Balkan und in Russland.



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