Kunsthistorisches Institut Heidelberg
Sommersemester 1997
Priv. - Doz. Dr. Hans Dieter Huber

Vorlesung
BROWSER, BUFFER, AND BITSLAG
Kunstgeschichte im Internet
Last Update: 27.04.97
Auch hier gilt das gleiche, wie schon für die internationalen Museen gesagt: Wir wissen bisher noch sehr wenig über die historische Entwicklung dieses Bereiches. Erste Forschungen sind durch Isabell Hawner: Europäische Museumsinformationen im WWWW anhand von ausgewählten Beispielen, Magisterarbeit Saarbrücken 1996) Christine Hauschel: Kunstgeschichte im Internet (Magisterarbeit Heidelberg1997) und Hans Dieter Huber erfolgt:
Hans Dieter Huber: Deutsche Museen im Internet (längere, unpublizierte Fassung)
Hans Dieter Huber: Deutsche Museen im Internet (kürzere, publizierte Fassung)
Zuerst folgten inoffizielle Seiten von individuellen Enthusiasten und Internetfreaks, oft ohne Wissen des beteiligten Museums, z.B.
Saarbrücken,Saarlandmuseum, Peter W. Franke; März 1994 Giessen, Liebigmuseum; Magnus Müller;Juli 1994 Mainz, Landesmuseum; Markus Krämer;Sept. 94
3.1.1: Die erste Seite ist die Visitenkarte des Museums. Damit stellt es sich vor:
3.2.1.: Langsame Ladezeit und schlechte Homepage
3.2.2.: Schnelle Ladezeit und schlechte Homepage
- Trier, Rheinisches Landesmuseum
- Eichenau, Pfefferminzmuseum
- Darmstadt, Hessisches Landesmuseum
- Mannheim, Städtische Kunsthalle
3.2.3.: Langsame Ladezeit, aber gute Homepage
3.2.4.: Schnelle Ladezeit und gute Homepage (so soll es sein!)
3.3.1 Hauptziele der deutschsprachigen Museen:
-Selbstdarstellung
-die allgemeine Information steht im Vordergrund
-Veranstaltungen3.3.2: Begrüssungsforme(l)n
3.3.3: Allgemeine Informationen
- werden von fast allen Museen angeboten
3.3.4: Geschichte des Museums (insgesamt nicht sehr gut dargestellt)
a) Historische Einführung (selten)
b) Die Architektur (im Allgemeinen noch seltener)
- Positive Ausnahme: Hamburger Kunsthalle, Galerie der Gegenwart
3.3.5: Highlights
- Hamburger Kunsthalle (10 Werke aus dem Altbau und 10 Highlights aus der Galerie der Gegenwart)
3.3.6: Ausstellungen
a) Aktuelle Ausstellungen
- "...wider Laster und Sünde". Augsburgs Weg in der Reformation (Haus der Bayr. Geschichte)
b) Vorschau
c) Rückschau
- Augsburg, Haus der Bayrischen Geschichte (Ausstellungen 1983-1996)
- Hamburger Kunsthalle
- Bonn, Kunst- und Ausstellungshalle (chronologisch und systematisch)
3.3.6: Sammlungsbestände
3.3.7: Bibliotheken, Manuskriptsammlungen, Archive (nur Hinweise und Infos, aber keine Online-Rechrchen)
- Bonn, Haus der Geschichte: Bibliothek zur Geschichte der DDR
- Frankfurt/M., Filmmuseum: Archive
- München, Deutsches Museum: Archiv und Sondersammlungen
3.3.8: Publikationen
- Hamburger Kunsthalle (ohne Bestelladresse oder Bestellmöglichkeit)
- Haus der Bayrischen Geschichte (mit e-mail Bestellung und Rechnung)
3.3.9: Museums Shop
- Berlin, DHM (mit Online shopping; Bsp.: CD_ROMS)
- im Vergleich dazu : CD-ROM Online Shopping im Metropolitan Museum, New York
3.3.10. Museumspädagogische Informationen
- Augsburg, Haus der Bayrischen Geschichte
- Frankfurt/M., Senckenbergmuseum (relativ gut gemacht)
- München, Deutsches Museum
3.3.10: Forschungsmöglichkeiten, die über das Internet zugänglich sind
3.3.11: Forschungsschwerpunkte des Museums
- München, Deutsches Museum
- Darmstadt, Hessisches Landesmuseum
- Marbach, Deutsches Literaturarchiv/Schillernationalmuseum: Projekt zur Editionsvorbereitung der Tagebücher Harry Graf Kesslers
3.312: Fehlende Optionen
-Angaben zu Restaurierungen und konservatorischen Angaben
-mangelnde Recherchierbarkeit der Datenbanken und Bibliothekskataloge
-fehlende Museumsinventare, die im Netz zugänglich sind
ferner:
-mangelnde Interaktivität
-fehlende Informationen über die Mitarbeiter und ihre Forschungsschwerpunkte
-fehlende Angaben über Architektur und Geschichte des Museums
- Bonn, Kunst- und Ausstellungshalle: Live-WebCam
- Bonn, Kunst- und Ausstellungshalle: Quicktime Movies der Ausstellungsräume (geht nur unter Windows und MacOS)
- Bonn, Kunst- und Ausstellungshalle: Chatbox
- Berlin, DHM: Panorama Ansicht (benötigt Quicktime VR)
gut gemacht sind bisher eigentlich nur drei Museen:
Hamburger Kunsthalle
Bonn, Kunst- und Ausstellungshalle der BRD
Berlin, Deutsches Historisches MuseumDer Rest ist noch sehr in den Kinderschuhen begriffen und noch nicht besonders ansprechend gemacht. Es werden längst nicht alle Möglichkeiten des Internets genutzt, obwohl das natürlich sinvoll wäre und auch möglich. Hier muss zunächst einmal eine Auseinandersetzung der zuständigen Museumsleute mit den Grenzen, Möglichkeiten und Zielen desWWW stattfinden. In einem zweiten Schritt wäre eine Weiterbildung der zuständigen Mitarbeiter sehr wünschenswert. Hier ist also auch die Kunstgeschichte gefragt und aufgerufen, solche Weiterbildungsmaßnahmen zu entwickeln und zu organisieren.